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Zweiter Band.
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Achtundfiinfzigstes Kapitel.

Studien fremde Vorbereitung verlangt, und weil deren Einfachheitsie selbst so vielen mittelmässigen Köpfen zugänglich macht, wennsie nur einige Jahre sich regelmässig damit beschäftigen.

Die Erlangung einer wahrhaften Einheit für das ganze Systemder positiven Philosophie wird den Widerstand beseitigen, dersich seit 2000 Jahren dem normalen Zustand der menschlichenVernunft entgegenstellt. Die Begriffe über den Menschen und dieüber die äussere Welt haben immer als unvereinbar gegolten. Dieneue Philosophie verbindet beide, indem sie jedem den Einfluss ge-stattet, welcher ihrer Natur entspricht, wobei die Harmonie der-selben niemals gestört wird.

Die Ueberlegenheit, welche zunächst durch das Studium desMenschen, das allein zur ersten Erklärung der äusseren Welt ver-wendbar war, erlangt wurde, hat den theologischen Charakter der an-fänglichen Philosophie veranlasst. Die positiven Begriffe, die dieseserste System dann verändert haben, sind aus den einfachsten Studiendes Unorganischen, insbesondere der Astronomie, bervorgegangen.Diese Begriffe haben die Umgestaltung des Fetiscbglaubens in denPolytheismus geleitet, welcher durch die Gestirnanbetung vorbe-reitet worden war.

Bei dem Uebergang vom Polytheismus zum Monotheismus hates der philosophischen Entwickelung für das erste Mal einen wahr-haften Kampf gekostet. Damals erhob sich die Wissenschaft desUnorganischen gegen die Theologie, welche trotzdem noch langeihr politisches Uebergewicht sich erhalten hat. So entstand zwischender Naturphilosophie und der der Moral ein Kampf, der seit Aristo-teles und Plato die ganze menschliche Entwickelung beherrschthat und dessen letztem Einfluss die Elite der Menschheit jetztunterliegt.

Im Mittelalter erlitt dieser lange Gegensatz durch die schola-stische Vermittelung eine tiefe Veränderung, und dieser folgte derVerfall der anfänglichen Philosophie. Diese Philosophie begannihre Wirksamkeit in sozialer Hinsicht durch die Begründung desKatholizismus zu verlieren und billigte, durch die Forderungen desgeistigen Fortschrittes genöthigt und, indem er sie in sich aufnahin,die politischen Ansprüche der Metaphysik, welche die religiösen Be-griffe niemals völlig beseitigen konnte, da sie die alleinige Unterlage