Band 
Zweiter Band.
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479
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Achtundfiinfzigstes Kapitel.

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Diese Betrachtungen müssen die Befürchtungen zerstreuen,die bis jetzt eine vorzeitige und falsch aufgefasste Beseitigung derabsoluten Philosophie erwecken konnten. In statischer Hinsichthaben mehrere Schulen den Einfluss der organischen Verschieden-heiten auf die geistigen Auflassungen übertrieben, indem sie dieseVerschiedenheiten auf die Art und nicht blos auf den Grad be-zogen. Betrachtet man jedoch die Gesammtheit der Organismen,so erkennt man leicht, dass die besonderen Kenntnisse der ein-zelnen Rassen eine gemeinsame Grundlage haben, verschieden nachder mehr oder weniger vollkommenen Urtheilskraft, die aberimmer gleichartig ist. Diese Uebereinstimmung ist für denwahrnehmbaren Theil jedes Begriffes nicht zu bestreiten, denn dieEindrücke, welche die Einzelnen empfangen, dienen nur als Ver-mittler für die Offenbarung der äusseren Verhältnisse. Sie wirdnoch unzweifelhafter durch den Theil, welcher der Vernunft zu-‘rehürt; denn die Ansichten unterscheiden sich nicht in der eie-mentaren Natur der Ausführungen oder Verbindungen, obgleichdie Fähigkeit, sie zu bilden oder weite]' zu führen, eine sehr un-gleiche ist. Man kann diese Allgemeingültigkeit der Gesetze desWissens nicht verkennen, wenn man nicht alle anderen biologischenGesetze auch bestreiten will. Deshalb wird auch ohne Zweifel dieWelt durch die Thiere, mit Einschluss der höchsten, weniger guterkannt, als durch unser Geschlecht, von einzelnen nebensächlichenBestimmungen abgesehen, und sie kann durch höhere Wesen bessererkannt werden, die vollständigerer oder genauerer Beobachtungenund allgemeinerer oder konsequenterer Begründungen fähig sind.Allein der Gegenstand der Untersuchungen und die Grundlage derBegriffe bleiben dieselben, trotz der Verschiedenheit des Grades,welche derjenigen gleicht, die man bei verschiedenen Menschenbemerkt. Selbst die Geisteskrankheiten ändern diese Gleichheitnicht wesentlich.

Auch in dynamischer Hinsicht modifiziren die steten Verände-rungen in den menschlichen Meinungen je nach Verschiedenheitdes Ortes und der Zeit eine solche Gleichheit nicht stärker. Wirkennen jetzt das Entwickelungsgesetz, welchem der anscheinend■willkürliche Verlauf dieser Veränderungen unterhegt, die denGlauben an (he Ungewissheit der menschlichen Kenntniss ver-