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Zweiter Band.
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Achtunclfünfzigstes Kapitel. 489

eine ausschliessliche ist, dabei die Holle in der geometrischen undmechanischen Lehre verkennen. Wenn auch die erste Ahnung vonNaturgesetzen aus mathematischen Spekulationen hervorging, soverleitet doch das Uebermaass solcher Spekulationen zu einemgeistigen Zustand, der wenig für das Naturstudium passt und derdabei den alten philosophischen Standpunkt dadurch aufrechterhält, dass er scheinbar die absoluten Untersuchungen gut heisst.

Der ausschliessliche Betrieb der Mathematik führt zu blindenAnmaassungen einer spekulativen Herrschaft, die doppelte Ge-fahren hat, theils wegen der Hindernisse, welche sie der Bildungder positiven Philosophie entgegenstellt, theils wegen der Beengungder meisten anderen Studien. Sie vermag weder die Masse ihrerSchüler, noch die besonders dazu angelegten vor groben Irrthümernzu bewahren. Alle jene antisozialen Utopien, welche unsere gei-stige Anarchie erzeugt, haben die meisten Anhänger in den Klassengefunden, bei denen die mathematische Ausbildung vorgeherrschthat. Während die den anderen Studien zugewendeten Gelehrtenseit lange den astrologischen Phantasien kein Vertrauen mehrschenken, geben dagegen bedeutende Geometer das Schauspieleines noch unsinnigeren Glaubens bei Gegenständen, die ihnenfremd sind, da ein falsches Gefühl für ihre spekulative Stellungsie verleitet, als Schiedsrichter über Fragen aufzutreten, die sienicht verstehen. Wenn eine gesunde Philosophie die Oberhand er-halten wird, so wird man bemerken, dass die erste Gestaltung derpositiven Logik nicht von dem Studium der späteren befreienkann, sondern dass sie von demselben wichtige Aufklärungen zuerwarten hat.

Die Missstände einer einseitigen mathematischen Ausbildunglassen die Nothwendigkeit einer anderen allgemeinen Gestaltunghervortreten, indem die positive Methode in dem System der astro-nomischen Studien eine zweite Stufe der Entwickelung erkennt,die mit der ersten verknüpft ist und deren Vervollständigung undBerichtigung ausmacht. Im Mangel einer philosophischen Leitungbleibt das Genie in dieser zweiten Wissenschaft, namentlich seitden Fortschritten der Mechanik des Himmels, unter der Anwendung-mathematischer Begriffe und Beweise verhüllt, obgleich dieselbenihm untergeordnet sein müssten. Trotzdem ist diese zweite Reihe