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Chs. Darwin's Lehre von der Entstehung der Arten im Pflanzen- und Thierreich in ihrer Anwendung auf die Schöpfungsgeschichte / dargestellt und erläutert von Dr. Friedr. Rolle
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Von den genannten drei Nassen, welche die alten See-Ansiedlerder Schweiz vor oielen Tausend Jahren weit vor Beginn dergeschichtlichen Zeit der europäischen Völker besaßen, ist eine er-loschen, zwei leben noch und zn ihnen kommt in der heutigen euro-päischen Hausthierfanna noch eine vierte, welche Rütiineyer bron-tosu 8 - Rasse nennt. Sie fehlt unter den Hausthieren der Pfahlbau-Periode in der Schweiz noch gänzlich und ist erst später aus Nord-europa hier eingeführt worden. Rütiineyer versteht hierunter dasSinnnenthaler Vieh oder sogenannte Fleckvieh.

Diese vierte Nasse stammt von dem in ScandinavienTorfmooren fossil gefundenen Los krontusus ?ii>8. ab, der an Größezwischen dem Ur und dem Lraeüxooros stand und sich durch seitlichund zugleich abwärts gerichtete Hörner auszeichnete.

Aus diesen manigsachen und ein ganz neues Feld der Forschungerschließenden Untersuchungen von Owcn und Rütiineyer überunsere ältesten Hansthierformen und ihre znm Theil nur noch denjüngeren geologischen Ablagerungen angehörende» und jetzt erloschenenwilden Stammartcn ergeben sich naturgemäß eine Reihe von Schlüsse»von sehr eingreifender Art:

1. Einem Theile unserer heutigen Hansthiere unterliegt zwargewiß nur je eine einzige wilde Stammart, es gibt aber auch andere,die von mehreren unter einander verschiedenen aber nahe verwandte»Arten derselben Gattung abstammen.

2. Durch die Zähmung verlieren die wilden Arten au Selb-ständigkeit des Charactcrs, so zwar, daß einander nahe verwandteArten gleicher Gattung, z. B. eine Anzahl Arten von Los nicht mehrdenselben Gegensatz zn einander bieten, den sie als wilde Arten hatten-Nach der Zähmung mischen sie sich unter einander, erzeugen frucht-bare Nachkommen, welche dann Bindeglieder früher getrennter For-men liefern und gehen so durch Kreuzung immer vollständiger »>einander über. Mit anderen Worten, aus mehreren Arten, die i>"Laufe der geologischen Epochen aus gemeinsamer Wurzel entstände»,wird durch Zähmung und Kreuzung wieder eine einzige, sehr viel-gestaltige aber durch Mittelglieder zusammengehaltene Form.

3. Da die Zähmung der wilden Arten zu fruchtbarer Kreuzungund zu unverminderter Fruchtbarkeit der Blendlinge führt, so si»ddie einzelnen Rassen unserer Hausthiere, auch wenn für eine jede d>cAbleitung von irgend einer wilden Stammart offen darliegt, doch