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keine Arten mehr in dem Sinne, wie dies für wilde Formen gilt,denn die eigentlichen abgrenzenden Artcharactere gehen ihnen ab, siekönnen namentlich jetzt in beliebiger Weise unter einander gekreuztwerden, was bekanntlich für wilde Thierarten nicht so gilt.
Wir können also z. B. bei unserem zahmen Rind nicht mehrdrei Arten, einen kos primixeimis, einen kos braeb^coros und einenKos si-untus»» unterscheiden. Unser zahmeö Rind stammt Wohl vondiesen drei oder von noch mehr Arten ab, aber es ist in Folge derVerwischung der alten Artcharactere und manigfacher Kreuzung derdon jenen Arten abstammenden zahmen Thiere ein ganz neuer Staunn,l'-os Nmeus, entstanden. Er begreift eine Anzahl von Nassen:
») aus alten Stammformen hcrvorgcgangcnc Rassen oder sogenanntereine Nassen, wie
Braunvieh , kr» ol> ^ eoros - Rasse,
Fricsländer Schlag, l' e >», ixe »i»s - Rasse,
Fleckvieh, Simmenthaler Schlag, brontosus-Rasse;b) durch den Einfluß von Züchtung, Kreuzung und Auswahl neu ge-bildete Rassen, welche mehr oder minder von den reinen Raffenabweichen und den Anfang zur Hervorbringung neuer, nicht imwilden Zustande vorgekommener Arten darstellen.
Die ersteren Nassen kann man nicht mehr mit besonderen Art-namcu belegen, weil es Formen sind, die ihres besonderen Artcharactersverlustig gegangen sind. Die neu erzeugten Cultur-Rassen aber ebensowenig, da sie noch nicht in Art-Abstand von den übrigen getreten sind.
Es gibt also überhaupt nur stufenweise Anzeigen fikr die Art-bcnennung von Hansthieren. Hat eine gezähmte Form sich bis un-gefähr znm Art-Abstand von ihrer wilden Stammform entfernt, soverdient sie einen eigenen Namen, so z. B. das Cobaya im Gegensatzzum Aperca. Wenn Rcnggcr's Bericht von der Paraguay -Rasseder Hauskatze richtig ist, so befindet sich diese auf dem Weg einenähnlichen Art-Abstand zu gewinnen. Alan wird daher in entfernterZukunft Hausthier-Raffen, die jetzt noch keinen Artnamen beanspruchenkönnen, einmal mit Grund als berechtigte Arten anerkennen müssen.
4. Allgemein lassen sich Liese einzelnen Momente alle in demSatze zusammen fassen, daß die Natur aus einer und derselben Thier-form in freiem Zustande mehrere besondere und von einander ab-stehende Arten entstehen läßt, daß der Mensch die von der Naturgezogenen Schranken solcher Formen niederreißen und die getrenn-
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