BRAUNS CHWEIG.
Born.
23.. Route. 77
voller Waffenrüstung darstellend, der bei der Belagerung der Stadt 1615im Dienst des Herzogs blieb und liier beerdigt wurde.
Im Innern (der Kantor wohnt südostl. n« 9) hervorzuheben: einTaufbecken von Barthold Spanken, Erzguß mit Reliefs (1441); Kanzel vonGeorg Böttger (1617), mit Marmorreliefs; der Kanzel gegenüber Monumenteines Bürgermeisters, von Hans Jürgen , dem Erlinder des Spinnrades, dersein eigenes Bild mit angebracht hat, 1554. Hochaltar von 1725. Vorder Sakristei Grabstein des Theologen Dr. Martin Chemnitz (f 1586).
In der Nahe des Altstadtmarkts bemerkt man hübsche alteBauten: Gördelingerstr. 38; der Poststraße quer vorliegend, dasmalerische got. Gewandhaus (PI. 12: B 5); der Ostgiebel, im Re-naissancestil, 1590 durch die Meister Magnus Klinge und BalzerKirchner erbaut. — Poststr. n° 0 ein Renaissancehaus von 1591,n° 10 got. von 1467. — In der Breitenstraße das Gymnasium Mar-tino- Catharineum (PI. 13: B 5).
An der Ecke der Steinstraße die 1875 von Vhde aufgeführteSynagoge (PI. 40: B 6), maurisch-byzantinischen Stils: Portier imangrenzenden Schulhaus. — In der Nähe bemerkenswerte alteHäuser: Knochenhauerstr. 11 u. 13, von 1489 (mit Statuen);Steinstr. 3, von 1512, mit Darstellung des sog. Luderziehens, undBankplatz 1, Renaissancebau von 1592, ehemals Gymnasium.—— In der Friedr. Wilh.-Straße (PI. G 6) das schöne Oberpost-direktionsgebäude , von Raschdorff .
Weiter über den Kohlmarkt, durch die Schuhstraße u. s. w.,ebenfalls mit vielen bemerkenswerten Privathäusern (namentl.nördl. im *Sackn<>Ö, von 1536, mit reichen burlesken Verzierun-gen; 1890 restauriert) nachdem Burgplatz (PI. D 6). Hier der
*Dom. St. Blasius- oder Burgkirche (PI. 20: 1)5), 1172 vonHeinrich dem Löwen nach seiner Rückkehr aus dem gelobtenLande im roman. Stil begonnen und 1194 vollendet, eine gewölbtePfeilerbasilika, mit geräumiger Krypta. Die an das alte roman.südl. Seitenschiff gefügte got. Halle wurde 1322, die nördliche,ebenfalls zweischiffig, mit den gewundenen Säulen 1469-74 er-baut. Die 1195 abgebrannten Türme sind nie ganz erneuert wor-den. Dem südl. Querschiff ist ein 1891 vollendeter Kapellenbauvorgelegt.
*Innekes ("der Kantor, der dem w. Portal gegenüber n<> 5 wohnt, be-ansprucht für Kirche und Gruft, die beleuchtet wird, von 1-4 Pers. z5-8 Pers. 8 Jt, 9-12 Pers. 4 M \ für die Kirche allein ein beliebiges Trink-geld; gedruckter Führer durch den Dom, 50 Pf.). Langhaus. Im Mittel-schiff das ‘Grabdenkmal des Gründers (f 1195) und seiner Gemahlin Mech-thildis (f 1189): lebensgroße liegende Sandsteinfiguren, um 1250 gefertigt,edlen romanischen Stils (Heinrich hält in der Hand das Modell des Do-mes). Weiter nach dem Chor zu ruht unter einer Messingplatte mit langerInschrift Kaiser Otto IV. (S. 76). Im südl. Seitenschiff Denkmal HerzogLudwig Rudolfs (+ 1735), Zinkguß. Die Heiligenbilder an den Pfeilernsind restauriert; Mittelschiff neu nach Entwürfen von Prof. Essenwein. Derim Mittelschiff aufgehängte Kronleuchter ist eine Nachbildung des im Domzu Hildesheim (S. 71) befindlichen. Den romanischen Altartisch, eineauf 5 metallenen Säulen ruhende orientalische Marmorplatte, vor demhohen Chor, schenkte Mechtliildis der Kirche 1188. Den mit seltsamenUngetümen gezierten siebenarmigen 4, 5 m hohen messingnen Leuchter ließHeinrich der Löwe gießen und hier aufrichten; die Füllungen am Fuße