176 K. Ufer, 7 .
XAT.- BIBLIOTHEK.
der ersten Kapelle 1. Wandgemälde von llieimonrrv, Hesse, Rogerund Lal'on. In der Halbkuppel des Chors die Apotheose der h. Eli-sabeth, von Alaux. Im Chorumgang sind schone Holzschnitzereiendes xvi. Jahrh., aus einer Kirche in Arras , mit nahezu 100 bibli-schen Darstellungen, unten aus dem alten, oben aus dem neuenTestament.
Die Eue du Temple mündet südl. auf das Hotel de Ville(S. 157). Halbwegs kreuzt die live de JRambuteau, die von derCentral-Markthalle (S. 170) nach dem Staatsarchiv (S. 163) führt.
7. Vom Louvre und Palais-Royal nördlichnach den Boulevards Montmartre unddes Italiens .
Restaurants: Bouillon Dural, Rue des Filles-St - Thomas 7 undllue du Q,uatre - Septcmbre; außerdem die S. 20/21 gen. Restaurants bei derBörse und an den Boulevards.
Unmittelbar nürdl. vom Palais-Royal liegt die Nationalbibliothek.Der Haupteingang ist in der Rue de Richelieu (PI. R 21; III),die von dem Platz vor dem Theätre - Fran§ais (S. 75) im W. desPalais-Royal vorüber führt. — An einer spitz auslaufenden Straßen-ecke, welche die Rue de Richelieu mit der Rue Moliere bildet, stehtdie Fontaine Homere , ein 1814 errichtetes Brunnendenkmal fürden im Hause n° 40 der Rue de Richelieu (nicht n° 34) 1673gestorbenen Lustspieldichter Moliere (geh. 1622). Das Denk-mal, im Renaissancestil nach Viscontis Entwurf, ist 16in hoch,O, 50 mbreit; oben ein sitzendes Bronzebild Moliere’s von Seurre ;unten die. Musen des Schau- und Lustspiels von Pradler ; auf denRollen, die sie halten, Verzeichnisse der Werke des Dichters.
Weiter nürdl. in der Rue de Richelieu öffnet sich 1., dem Haupt-e.in'gang der Nationalbibliothek gegenüber, der Square Louvois ,an der Stelle des alten Opernhauses, das nach der Ermordung desHerzogs von llerri, Sohnes Karls X., 1820 niedergerissen wurde. Inder Mitte die * Fontaine Richelieu oder Louvois , Erzguß, ebenfallsnach Visconti’* Pintwurf, mit allegorischen Figuren der vier llaupt-fliisse Frankreichs, Seine, Loire , Garonne und Saöne, von Klaymann.
Die cNational-Bibliothek (PI. R21; II), im Wechsel derZeiten je nach der herrschenden Regierungsform auch Bibliotheque du Kni und Bibliotheqve Royale oder B'ihlioth&qne Imperiale, ge-nannt, ist wohl die reichste Büchersammlung der Welt. Das Gebäude,das nach seiner Vollendung ein ganzes Straßenviertel einnehmen wird,zwischen Rue de Richelieu , Rue Colbert, RueVivienne und Rue desPetits-Champs, erhebt sich an Stelle des Palastes des KardinalsMazarin (f 1661), der bis auf wenige Räume (S. 178) verschwunden