242 L. Ufer, 16.
Qintrtier
Kränze an seine Söhne, die sich in malerischen Gruppen von beidenSeiten herandrängen; 1., neben der sitzenden Figur der Freiheit,Politiker, Gelehrte, Künstler; r., neben der Figur der Geschichte,Soldaten der Kepublik und des Kaiserreichs. Die drei Eingänge sindmit schönen Bronzethüren versehen; zu beiden Seiten des mittlerenzwei Marmorgruppen von Maindron (f 1884): die h. Genoveta bittetAttila, die Stadt Paris zu schonen, und die Taufe des FrankenkönigsChlodwig durch den li. Remigius.
Das Iknkbk (geöffnet außer Mo. täglich 10-4, im Sommerö Uhr) macht einen gewaltigen Eindruck. Durch Säulenstellungeukorinthischer Ordnung sind in allen vier Kreuzarmen von demHauptraum schmale, um einige Stufen erhöhte Seitenschiffe abge-trennt, über denen Emporen herlaufen. Die Kuppel ruht auf viermächtigen Pfeilern, die Soufflot’s Nachfolger J. Rändelet an Stelleder ursprünglich auch hier geplanten Säulen anlegte, um eine Er-höhung der Kuppel zu ermöglichen. Diese besteht aus drei über-einander gestülpten Gewölben, das untere mit einer 7m weiten Öff-nung, durch die man das 1821 von Gros ausgefiihrte Kuppelgemäldeerblickt: die h. Genovefa, vor der die Könige Frankreichs huldigendsieh beugen, Chlodwig, Karl der Große, Ludwig der Fromme undLudwig XVIII. mit der Charte; oben in lichten Räumen LudwigXVI., Marie Antoinette , Ludwig XVII. und die Prinzessin Elisabeth,die „Märtyrer der Revolution“ (320qm groß). Die Bilder in denZwickeln, nach Zeichnungen von Gerard, stellen den Tod, das Vater-land, die Gerechtigkeit und den Ruhm dar.
Mit der malerischen Ausschmückung der IVände wurde 1848Paul Chenavard betraut, dessen gedankenvolle geschiclitsphiloso-phische Darstellungen jedoch, als der Bau wieder für den Gottes-dienst eingerichtet wurde, nicht zur Ausführung kamen (Kartonsin Lyon ). Später beging man den Fehler, Maler von ganz verschie-dener Kunstrichtung zu berufen, so daß der Gesamteindruck nun derEinheitlichkeit ermangelt.
Westl. Kreuzarm: im r. Seitenschiff vorn die Predigt des h.Dionys von Galland, dann die * Kindheit der h. Genovefa vonPurist de Chavannes (1877 gemalt); im 1. Seitenschiff vorn dieMarter des h. Dionys von liannat, weiter ilie h. Genovefa dieEinwohner von Paris bei der Annäherung Attilas zum Gottver-trauen mahnend, von K. Delaunay. Darüber, wie auch bei allenfolgenden Gemälden, ein die Darstellung ergänzender Fries. — VonSkulpturen stehen hier: beim Haupteingang Statuen des h. Dionysvon Perraud und des h. Remigius von Cavelier; bei den westl.Kuppelpfeilern Statuen des h. Martin (1.) von Cabet u. Becquelund des h. Germanus (r.) von Chapu. — Nun r. in den
Südl. Kreuzarm. Wandgemälde: r. Karl d. Gr. vom Papst zumKaiser gekrönt und von dem Gesandten Harun al Raschid’s dieSchlüssel zum h. Grabe empfangend, von //. Levy; an der Südwand