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Armen jetzt nicht mehr mit der Nahrung, Kleidung und Wohnungzufrieden sein wollen, an der sie sich sonst genügen ließen, kann unsden Beweis liefern, daß nicht etwa nur der Geldpreis der Arbeit,sondern ihre Neal-Bcrgütung größer geworden ist.
Ist nun diese Verbesserung in den Umständen der niederenVolksklassen als ein Vortheil oder als ein Nachtheil für die Gesell-schaft anzusehen? Die Antwort scheint beim ersten Anblick außer-ordentlich einfach. Dienstboten, Tagelöhner und Arbeiter allerArt machen den bei Weitem größten Theil jeder Staatsgcsellschaftaus. Was nun aber die Umstände des größten Theils verbessert,kann nicht als ein Nachtheil für das Ganze angesehen werden. Eskann sicherlich eine Gesellschaft nicht blühend und glücklich sein, derenmeiste Glieder arm und elend sind. Ucbcrdicö ist cS nicht mehr alsbillig, daß Diejenige», welche den ganzen Körper deS Volkes mitNahrung, Kleidung und Wohnung versorgen, an dem Erzeugnißihrer eigenen Arbeit so viel Antheil haben, um selbst erträglich woh-nen, sich kleiden und nähren zu können--).
Die Armuth ermuthigt allerdings nicht zur Heirath, aber sieverhindert sie auch nicht gänzlich, ja sie scheint sogar dcrKindercrzcu-gung günstig zu sein. Eine halbverhungerte Vergschottin bringt oftmehr als zwanzig Kinder zur Welt, während eine wohlgenährte feineLady eben so oft unfähig ist, ein einziges zu gebären, und im Allge-meinen durch zwei oder drei Schwangerschaften erschöpft ist. Dieunter vornehmen Frauen so häufige Unfruchtbarkeit ist unter denFrauen niederen Standes sehr selten. Die Ueppigkeit entflammtzwar vielleicht in dem schönen Geschlechte die Begierde nach dem Ge-nusse, aber sie scheint auch immer die Kraft dcö Gcbärenö zu schwä-chen, ja häufig ganz zu zerstören.
Allein die Armuth ist, so wenig sie die Kindcrerzcugnng hemmt,so höchst ungünstig für die Kindererziehung. Die zarte Pflanzekommt hervor, muß aber in so kaltem Boden und so rauhem Klimabald welken und sterben. Es ist, wie man mir oft gesagt hat, inden schottischen Hochlanden nichts Ungewöhnliches, daß eine Mutter,die zwanzig Kinder geboren hat, nicht zwei am Leben behält. Einigesehr erfahrene Offiziere haben mich versichert, daß sie, weit entfernt,ihr Regiment damit rckrutircn zu können, sogar niemals im Stande
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