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d. h. das, was nach Abzug des Unterhalts seiner Anbauer übrigbleibt, bildet die Nahrung der Stadt, die daher auch nur dann wach-sen kann, wenn jener Ucbcrschuß wächst. Freilich braucht die Stadtnicht iininer alle ihre Lebensmittel von dem offenen Lande der Um-gegend oder auch nur von dem Gebiete des Staates, zu dem siegehört, zu erhalten, sondern kann sie aus weit entfernten Ländernbeziehen; und dies hat, obgleich es keine Ausnahme von der allge-meinen Regel bildet, doch in verschiedenen Zeiten und Ländern starkeVeränderungen in dem Fortschritt zum Wohlstände verursacht.
Diejenige Ordnung der Dinge, welche zwar im Allgemeinen,aber nicht in jedem einzelnen Lande nothwendig ist, wird jedes Maldurch die natürlichen Neigungen der Menschen bestimmt. Hättenniemals menschliche Einrichtungen diese natürlichen Neigungen durch-kreuzt, so hätten sich die Städte nirgends weiter vergrößern können,als die Kultur und Verbesserung des umliegenden Landes erlaubte,wenigstens so lange nicht, bis dieses Land vollständig kultivirt undvervollkommnet war. Bei gleichen oder fast gleichen Gcwinnstcnwerden es die meisten Menschen vorziehen, ihr Kapital lieber aufden Landbau, als auf die Gewerkt oder den auswärtigen Handel zuwenden. Wer sein Kapital auf den Boden wendet, hat es mehrunter Augen und in seiner Gewalt, und sein Vermögen ist wenigerUnglücksfällcn ausgesetzt, als das dcS Gewcrbsmanncs, der es oftnicht nur Wind und Wellen, sondern auch den weit unsichererenElementen menschlicher Thorheit und Ungerechtigkeit überlassen muß,indem er in entfernten Ländern Leuten Credit giebt, deren Charakterund Lage er fast niemals genau kennt. Das Kapital des Grund-eigcnthümcrö scheint dagegen, da cS in dem angebauten Boden gleich'sam festgemacht ist, so gesichert zu sein, als es überhaupt die Naturmenschlicher Angelegenheiten erlaubt. Die Schönheit der Natur,die Freuden des Landlebens, die Ruhe des Gemüthes und, soweitnicht die Ungerechtigkeit menschlicher Gesetze störend eintritt, die Un-abhängigkeit, welche das Land gewährt, sind Reize, die einen Jede»mehr oder weniger anziehen; und wie es die ursprüngliche Bestim-mung des Menschen war, den Boden zu bebauen, so scheint er ausjeder Stufe seines Daseins eine Vorliebe für jene primitive Beschältigung behalten zu haben.