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erleiden. Eigenthum konnten sie jedoch nicht erwerben. Was sieerwarben, war dem Herrn erworben, und dieser konnte es ihnen nachGefallen wegnehmen. Jeder Anbau und jede Verbesserung, die mit-telst solcher Sklaven hergestellt wurde, war eigentlich das Werk desHerrn selbst. Es war auf seine Kosten geschehen: Saamc, Vieh undAckerwcrkzeuge — Alles war sein. Er hatte allein den Gewinndavon: solche Sklaven konnten Nichts als ihren täglichen Unterhalterwerben. Es war also eigentlich der Eigenthümer selbst, der indiesem Falle sein eignes Land inne hatte, und durch seine Leibeigenenkultivirtc. Gegenwärtig besteht diese Art der Sklaverei noch in Ruß-land , Polen, Ungarn, Böhmen, Mähren und anderen TheilenDeutschlands . Nur in den westlichen und südwestlichen LändernEuropas ist sie nach und nach ganz abgeschafft worden H.

Wenn aber große Verbesserungen überhaupt selten von großenEigenthümern zu erwarten sind, so sind sie am Wenigsten dann zuhoffen, wenn Sklaven als Arbeiter gebraucht werden^). Die Erfah-rung aller Länder und Zeiten beweist, wie ich glaube, daß die vonSklaven verrichtete Arbeit, obgleich sie nur den Unterhalt derselbenzu kosten scheint, am Ende doch die theuerste von allen ist. EinMensch, der kein Eigenthum erwerben kann, kann auch kein anderesInteresse baben, als so viel als möglich zu essen, und so wenig alsmöglich zu arbeiten. Alles, was er noch mehr arbeitet, als zu seinemUnterhalt hinreichend ist, läßt sich von ihm nur mit Gewalt erpres-sen, und nicht von seinem eigenen Interesse erhalten. Wie sehr derGetreidebau im alten Italien verfiel, wie unvorteilhaft er für denGutsherrn wurde, als sein Betrieb den Sklaven anheimfiel, davonhaben die beiden Plinius und Columella Zeugniß abgelegt. Nichtviel besser war es zur Zeit des Aristoteles im alten Griechenland.Da, wo er von der idealen Republik Plato'ö spricht, sagt Aristoteles ,daß, um fünftausend müßige Menschen (dies war die Zahl vonKriegern, die zur Vertheidigung jener Republik nöthig schien) sammtihren Weibern und Knechten zu unterhalten, ein Gebiet von einergrenzenlosen Ausdehnung und Fruchtbarkeit gleich den Ebenen vonBabylon nöthig wäre.

Der Stolz des Menschen macht ihn hcrrschsüchtig, und Nichtskränkt ihn mehr, als wenn er sich herablassen muß, Leute, die unter