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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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gelehrt werde». Geht ei» junger Mensch in eine Fecht- oder Tanz-stunde , so lernt er freilich nicht immer sehr gut fechten oder tanzen,aber er lernt doch immer fechten und tanzen. In dem Rcituntcrrichtcist der gute Erfolg nicht immer so unzweifelhaft: denn die Kostendes Rcituntcrrichteö sind so groß, daß cS an den meisten Ortendafür eine öffentliche Anstalt giebt. Die drei wesentlichsten Grund-lagen der Schulbildung — Lesen, Schreiben und Rechnen — wer-den noch jetzt weit gewöhnlicher von Privatlehrern, als in öffent-lichen Schulen erlernt, und cS kommt nur selten vor, daß sich Jemandnicht so viel davon aneignet, als ihm nöthig ist.

In England sind die öffentlichen Schulen weit weniger ver-dorben als die Universitäten. In den Schulen lernt die JugendLatein und Griechisch, oder kann cS wenigstens lernen; das ist aberzugleich Alles, wozu sich die Lehrer anheischig machen, und waöman voit ihnen erwartet. Auf den Universitäten hingegen wird dieJugend in den Wissenschaften, zu deren Vortrug diese gelehrtenKörperschaften berufen sind, nicht unterrichtet, und kann auch nichtimmer Gelegenheit finden, sich darin unterrichten zu lassen. DerLohn dcS Schullchrcrs hängt in den meisten Fällen größtenthcils,in einigen aber fast ganz allein von dem Schulgelde ab. Die Schu-len haben keine ausschließlichen Privilegien. Um gradnirt zu wer-den , ist cS nicht nothwendig, ein Zeugniß beizubringen, daß manso und so viele Jahre aus einer öffentlichen Schule gewesen sei; wennman bei der Prüfung nur zeigt, daß man das kann , waö auf eineröffentlichen Schule gelehrt wird, so wird nicht weiter gefragt, anwelchem Orte man es gelernt habe.

Man kann nun vielleicht sagen, eS sei wohl wahr, daß die-jenige» UnterrichtSgegenstände, welche auf Universitäten gelehrt zuwerden Pflegen, nicht allzu gut gelehrt werden; aber wenn dieseAnstalten nicht vorhanden wären, so würden sie gar nicht gelehrtworden sein, und sowohl die Einzelnen als das Publikum würden,wenn diese wichtigen UnterrichtSgegenstände ausfielen, .beträchtlichenSchaden haben.

Die jetzigen Universitäten in Europa waren ursprünglich größ-tenteils kirchliche Korporationen, zur Erziehung von Geistlichen be-stimmt. Sie wurden auf Veranlassung deö Papstes gegründet, und