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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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und die Logik. Diese allgemeine Eintheilung scheint ganz mit derNatur der Sache zu stimmen.

Die großen Naturerscheinungen, der Umlauf der Himmelskör-per, die Finsternisse, Kometen, Donner, Blitz und andere außer-ordentliche Meteore, die Erzeugung, das Leben, das Wachsthumund das Sterben der Pflanzen und Thiere sind Gegenstände, die,wie sie das Erstaunen der Menschen erregen, so auch ganz natürlichihre Neugicrde erwecken, die Ursachen derselben kennen zu lernen.Anfänglich versuchte es der Aberglaube, dieser Ncugierdc ein Genügezu thun, indem er alle jene wunderbaren Ereignisse von einer unmit-telbaren Einwirkung der Götter ableitete. Später bemühte sich diePhilosophie, dieselben aus bekannteren Ursachen, d. h. aus solchenzu erklären, welche den Menschen einleuchtender waren, als die Ein-wirkung der Götter. Wie jene großen Erscheinungen die ersten Ge-genstände der menschlichen Wißbegierde sind, so mußte auch dieWissenschaft, welche ihre Erklärung zu geben verspricht, der ersteZweig der Philosophie sein, mit dem man sich beschäftigte. Dahersind die ersten Philosophen, von denen uns die Geschichte Nachrichtgiebt, Naturphilosophen gewesen.

In jedem Zeitalter und jedem Lande der Welt haben die Men-schen natürlich einer auf des anderen Charakter, Absichten undHandlungen Acht gegeben, und so wurden manche treffliche Regelnund Marimen für die Aufführung im menschlichen Leben aufgestelltund durch allgemeine Uebereinstimmung gut geheißen. Sobald dieSchreibekunst in Aufnahme kam, suchten natürlich weise Leute, odersolche, die sich dafür hielten, die Anzahl jener festen und verehrtenMarimen zu vermehren und ihre eigene Meinung über das, wasschickliche oder unschickliche Aufführung sei, bald in der künstlicherenForm von Gleichnissen, wie z. B. die Fabeln deö Aesop sind, baldin der einfacheren von Denksprüchen, wohin die Sprüchwörtcr Salo-mo's, die Verse des Theognis und PhocyllidcS und einige Theile imHesiod gehören, vorzutragen. Sie mochten lange Zeit in dieserWeise fortfahren, die Zahl jener Klugheits- und Moral-Regeln bloßzu vermehren, ohne daß sie versuchten, sie in eine bestimmte methodi-sche Ordnung zu bringen oder sie gar durch mehr oder weniger allge-meine Principien, aus denen sie alle gleich Wirkungen aus ihren