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in allen, so doch in den meisten alten Philosophcnschulcn vor jenenbeiden Wissenschaften gelehrt. Denn man glaubte, daß der Studi-rcnde erst den Unterschied zwischen richtigem und unrichtigem Denkenkennen lernen müßte, ehe er dazu schritte, sein Denken an Gegen-ständen von so ungemciner Wichtigkeit zu üben.
Diese alte Eintheilung der Philosophie in drei Theile wurdeauf den meisten europäischen Universitäten in eine fünfthciligc ab-geändert.
In der alten Philosophie machte Alles, was man von derNatur des menschlichen Geistes oder der Gottheit lehrte, einen Theilder Physik aus. Diese Wesen waren ja, worin auch immer ihreWesenheit bestehen mochte, jedenfalls Theile des großen Universums,und zwar Theile von dem allcrwichtigsten Einflüsse. Waö also diemenschliche Vernunft entweder durch Schlüsse oder durch Vermuthun-gen über sie herausbringen konnte, machte nur zwei Kapitel, obgleichohne Zweifel zwei sehr wichtige, derjenigen Wissenschaft aus, welchesich damit beschäftigte, den Ursprung und die Bewegung des großenUniversums zu erklären. Auf den europäischen-Universitäten hin-gegen, wo die Philosophie nur als die Magd der Theologie behan-delt wurde, war es natürlich, bei diesen beiden Kapiteln länger alsbei irgend einem anderen zu verweilen. Sie wurden nach und nachimmer mehr ausgedehnt und in viele Untcrabtheilungcn zerlegt, biszuletzt die Lehre von den Geistern, von denen man so wenig wissenkann, einen ebenso großen Raum in dem Systeme der Philosophiecinnahm, als die Lehre von den Körpern, von denen man so vielweiß. Beide Lehren wurden nun als zwei verschiedene Wissenschaf-ten betrachtet. DaS, waö man Metaphysik oder Pneumatik nannte,wurde der Physik entgegengesetzt, und nicht nur als die erhabenere,sondern auch, weil sie den Zwecken eines besonderen Standes besserentsprach, als die nützlichere unter beiden Wissenschaften betrachtet.Der eigentliche Gegenstand des Erpcrimentircns und Beobachtend,ein Gegenstand, an welchem man durch sorgfältige Aufmerksamkeitso viele nützliche Entdeckungen machen kann, wurde fast ganz ver-nachlässigt. Derjenige Gegenstand aber, an welchem sich außer eini-gen sehr einfachen und fast augenfälligen Wahrheiten selbst mit derangestrengtesten Aufmerksamkeit Nichts als Dunkelheit und Ungewiß-