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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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sich weder zu vertheidigen, noch zu rächen weiß, eines der wesent-lichsten Stücke deS männlichen Charakters. Er ist eben so verstüm-melt und mißgestaltet am Geiste, wie cS ein Anderer am Körper ist,wenn er eines seiner wesentlichsten Glieder eingebüßt oder den Ge-brauch desselben verloren hat. Ja er ist offenbar der Unglücklichereund BcklagcnSwcrthcrc von beiden, da Glückseligkeit und Elend,welche ihren Sitz allein in dem Geiste haben, mehr von dem gesun-den oder ungesunden, von dem verstümmelten oder vollkommenenZustande dcö Geistes, als von dem des Körpers abhängen. Jaselbst wenn der kriegerische Geist dcö Volkes zur Vertheidigung derGesellschaft nicht nothwendig wäre, würde es doch noch die ernst-lichste Sorgfalt der Regierung verdiene», jene Art geistiger Ver-stümmelung, Häßlichkeit und Erbärmlichkeit, die mit der Feigheitnothwendig verbunden ist, nicht unter der Masse des Volkes allge-mein werden zu lassen, gerade so wie es die crnstlichste Aufmerksam-keit der Regierung verdient, einen Aussatz oder irgend eine andereschwere, ekelhafte Krankheit, wenn sie auch weder tödtlich noch ge-fährlich ist, nicht um sich greifen zu lassen. Selbst wenn diese Auf-merksamkeit keinen anderen gemeinnützigen Zweck hätte als den, einso großes Unglück zu verhüten.

Ebendasselbe kann man von der groben Unwissenheit und Dumm-heit sagen, die in einer civilisirten Gesellschaft so häufig den Verstandder unteren Vslksklassen verdüstert. Ein Mensch ohne den rechtenGebrauch der geistigen Fähigkeiten des Menschen ist wo möglich nochverächtlicher, als selbst ein Feiger, und ist an einem noch weit wesent-licheren Theile des menschlichen Charakters verstümmelt und mißge-staltet. Selbst wenn der Staat gar keinen Vortheil von dem Unter-richte der niederen Volksklafscn hätte, verdiente es doch noch seineganze Ausmerksamkeit, daß sie nicht ganz ohne Unterricht bleiben.Aber der Staat zieht in der That keinen kleinen Nutzen davon, wennsie wohlunterrichtet sind. Je unterrichteter sie sind, desto wenigersind sie den Verführungen der Schwärmerei und des Aberglaubenspreisgegeben, die unter unwissenden Völkern oft zu den schrecklichstenUnordnungen führen.' Ueberdies betragen sich unterrichtete und ver-ständige Leute immer anständiger und ordentlicher, als unwissendesund dummes Volk. Ein Jeder fühlt sich selbst achtungswerther,