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ihrer Kirche kräftige Anstrengungen zu machen. Die Geistlichkeiteiner herrschenden und wohldotirten Kirche enthält zwar oft gelehrteund fein gebildete Männer, die alle Tugenden der Weltleutc odersolche Tugenden, welche ihnen die Achtung der Weltleutc zuziehen,besitzen, aber sie ist auch im Stande, nach und nach alle die gutenund schlechten Eigenschaften zu verlieren, die ihr bei den niederenVolksklassen Ansehen und Einfluß gaben, und vielleicht die erstenUrsachen waren, daß ihre Religion Eingang fand und sich festsetzte.Wenn eine solche Geistlichkeit von einem Haufen volksbeliebtcr undkühner, obgleich vielleicht dununcr und unwissender Schwärmer, an-gegriffen wird, so fühlt sie sich eben so vollkommen vcrthcidigungsloö,als die trägen, weichlichen und wohlgenährten Völker der südlichenTheile Asiens sich fühlten, da sie von den thätigen, kühnen undhungrigen Tartaren des Nordens überfallen wurden. Eine solcheGeistlichkeit hat bei einem derartigen Ereignisse gewöhnlich kein an-deres Auskunstsmittel, als daß sie die bürgerliche Obrigkeit ausruft,ihre Gegner als Störcr des öffentlichen Friedens zu verfolgen, zuvernichten oder aus dem Lande zu jagen. So rief die römisch-katho-lische Geistlichkeit die bürgerliche Obrigkeit zur Verfolgung der Pro-testanten auf, so forderte die englische Kirche die Verfolgung derDisscnters, und so hat sich überhaupt jede Rcligionspartei, nachdemsie ein oder zwei Jahrhunderte lang die Sicherheit eines gesetzlichenBestandes genossen hatte, unfähig gefunden, sich gegen eine neueSekte, die ihren Lehrbegriff oder ihre Kirchenzucht angriff, kräftig zu«vertheidigen. In einem solchen Falle mögen vielleicht größere Ge-lehrsamkeit und bessere Schriftsteller auf Seiten der herrschenden Kirchesein; aber die Kunst der Popularität, die Kunst Prosclyten zu ma-chen, ist immer auf Seiten ihrer Gegner. In England ist dieseKunst von der wohldotirten Geistlichkeit der herrschenden Kirche schonlängst vernachlässigt worden, und wird jetzt fast nur noch von denDisscnters und Methodisten geübt. Aber auch bei den Lehrern derDissentcrs hat das unabhängige Einkommen, welches sie an manchenOrten durch freiwillige Unterzeichnungen, Stiftungen und andereUmgehungen des Gesetzes erhalten haben, den Eifer und die Thätigkeitsehr verringert. Viele von ihnen sind äußerst gelehrte, einsichtsvolleund achtungswürdige Männer geworden, aber sie haben im Allge-