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meinen aufgehört, volköbelicbte Prediger zu sein. Die Methodisten,die nicht halb so gelehrt sind als die Diffentcrö, haben weil mehrZulauf.
In der römischen Kirche wird der Fleiß und Eifer der niederenGeistlichkeit durch daS mächtige Motiv des Eigennutzes mehr, alsvielleicht in irgend einer herrschenden protestantischen Kirche, lebendigerhalten. Die meisten Pfarrgeistlichen empfangen einen großen Theilihres Unterhalts durch die freiwilligen Gaben ihrer Pfarrkindcr, unddie Ohrciibcichte giebt ihnen manche Gelegenheit, diese Einkommens-quelle ergiebiger zu machen. Die Bcttclvrdcn leben ganz und garvon solchen Gaben. Es ist mit ihnen wie mit den Husaren und derleichten Infanterie bei »machen Armeen: keine Beute, keine Ein-nahme. Die Pfarrgeistlichen sind jenen Lehrern nicht unähnlich, derenLohn theils in ihrer Besoldung und theils in dem Honorare besteht,das sie von ihren Schülern erhalten: das letztere hängt immer mehroder weniger von ihre», Fleiße und von ihrem Rufe ab. Die Bettel-orden sind den Lehrern ähnlich, deren Unterhalt ganz und gar vonihrem Fleiße abhängt. Sie sind also zur Anwendung jedes Kunst-griffes genöthigt, wodurch sich die Andacht des gemeinen Volkesanfeuern läßt. Die Errichtung der beiden großen Bettclorden, derDominikaner und Franciskancr, belebte, wie Maechiavel bemerkt,im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert den ersterbenden Glaubenund die matt werdende Andacht in der katholischen Kirche wieder.In römisch-katholischen Ländern sind eS in der That die Mönche unddie ärmeren Pfarrgeistlichen allein, welche die religiöse Andacht unter-halten. Die großen Würdenträger der Kirche geben sich, bei allerihrer Ausbildung zu Männern von Stande und von Welt und beialler Gelehrsamkeit, welche sich bisweilen bei ihnen findet, und ob-gleich sie wohl daraufAcht haben, bei ihren Untergebenen die nöthigeZucht zu erhalten, doch nur selten die Mühe, das Volk zu unter-weisen.
„Die meisten der Künste und Gcwerbözwcigc in einem Staate,"sagt der berühmteste Philosoph und Geschichtschreiber unserer Zeit*),„sind von der Beschaffenheit, daß sie, während sie das Beste der
') Nunic luswi'x tit Lnxlllmt V»I. IV. p. 3». (Nomlun 1773. U.)