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sich mit hinlänglichem Gewicht und Ansehen ihren Entscheidungenwidersetzen kann, so ist es nöthig, daß er sich im Stande sehe, einenEinfluß darauf zu üben, und Einfluß kann er nur durch die Furchtund Hoffnung haben, die er bei der Mehrzahl der einzelnen Gliederder Geistlichkeit zu erregen vermag. Diese Furcht und diese Hoff-nung kann nur eines Theils die Furcht vor Absetzung oder irgendeiner anderen Strafe und anderen Theils die Hoffnung auf Beförde-rung sein.
In allen christlichen Kirchen sind die Pfründen der Geistlichkeiteine Art von Frcilehn (Iroelwlils), die sie nicht so lange, als es demFürsten gefällt, sondern auf Lebenszeit, oder so lange sie sich gut be-tragen, genießen. Hätte» sie dieselben mit weniger Sicherheit inne,und könnten sie bei jeder kleinen Beleidigung gegen den Fürsten oderseine Minister herausgeworfen werden, so wäre cS ihnen vielleichtnicht möglich, ihr Ansehen beim Volke zu behaupten, weil dieses siedann als Söldlinge des Hofes betrachten, und auf die Aufrichtigkeitihrer Unterweisungen Nichts mehr geben würde. Sollte aber derLandesherr auf eine unregelmäßige Weise oder durch Gewalt ver-suchen, eine Anzahl von Geistlichen ihrer Frcilchcn etwa aus demGrunde zu berauben, weil sie mit mehr als gewöhnlichem Eifer auf-rührerische Lehren verbreitet haben, so würde er nur durch eine solcheVerfolgung sie und ihre Lehren zehnmal populärer und eben deshalbzehnmal beunruhigender und gefährlicher machen, als sie es vorherwaren. Die Furcht ist fast in allen Fällen ein schlechtes Ncgicrungs-wcrkzeug, und sollte besonders niemals gegen eine Klasse von Men-schen angewendet werden, welche auch nur den mindesten Anspruchauf Unabhängigkeit hat. Sie schrecken — dient nur dazu, ihren Un-willen zu reizen, und sie in einer Widersetzlichkeit zu bestärken, die siebei einem gelinderen Verfahren entweder nicht so weit getrieben odergar aufgegeben hätten. Die Gewaltthätigkeit, mit welcher die fran-zösische Regierung gewöhnlich verfuhr, um alle ihre Parlamente oderhöchsten Gerichtshöfe zur Einrcgistrirung unpopulärer Edikte zuzwingen, führte selten zum Ziele. Und doch waren die Mittel, vondenen sie gewöhnlich Gebrauch machte, die Einkerkerungen der wider-setzlichen Mitglieder, wie man glauben sollte, stark genug. DieFürsten aus dem Hause Stuart bedienten sich zuweilen ähnlicher