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einem fremden Obcrhcrm abhängig, der die Waffen desselben zujeder Zeit gegen den Landesherr» kehren und sie durch die Waffenaller übrigen Detachcmentö verstärken konnte.
Diese Waffen waren die fürchterlichsten, die man erdenkenkonnte. In dem alten Zustande von Europa , ehe Künste und Ma-nufakturen Eingang gefunden hatten, gab der Geistlichkeit ihr Reich-thum eben den Einfluß auf das gemeine Volk, welchen die großenBarone durch ihren Reichthum auf ihre Lehnsleute, Hintersassen undAnhänger hatten. Auf den großen Landgütern, welche die falsch-vcrstandcne Frömmigkeit der Fürsten und Privatleute der Kirche ge-schenkt hatte, war die Gerichtsbarkeit auf dem nämlichen Fuße undaus gleichen Ursachen so eingerichtet, wie auf den Gütern der großenBarone. Auf diesen großen Landgütern konnte die Geistlichkeit sehrleicht ohne den Beistand des Königs oder einer anderen Person daSRecht verwalten oder durch ihre Vögte verwalten lassen. Aber wederder König noch sonst Jemand hätte daselbst ohne den Beistand unddie Unterstützung der Geistlichkeit die Rechtspflege besorgen können.Die Gerichtsbarkeit der Geistlichen auf ihren Baronien und Edcl-hofen war also ebenso unabhängig von den königlichen Gerichts-höfen, als cS die Gerichtsbarkeit der weltlichen großen Herren war.Fast alle Grundholdcn der Geistlichkeit waren wie die der großenBarone Insassen, die der Herr herauswerfen konnte (tormnts nt rvill).Sie waren von ihren unmittelbaren Herren völlig abhängig, undkonnten von ihnen nach Gefallen aufgerufen werden, jeden Streit,in welchen die Geistlichkeit verwickelt war, ausfcchten zu helfen. —Außer der Rente von ihren eigenen Landgütern besaß die Geistlichkeitin jedem europäischen Lande noch unter dem Titel der Zehnten einenbeträchtlichen Antheil an den Renten aller anderen Landgüter. DieEinkünfte, welche aus diesen beiden Arten von Renten hervorgingen,bestanden größtcnthcilö in Naturallicferungen von Korn, Wein,Vieh, Geflügel u. s. w. Die Menge dieser Lieferungen betrug weitmehr, als die Geistlichkeit selbst verzehren konnte, und Künste oderManufakturen, gegen deren Produkte sie diesen Ucbcrschuß hätteaustauschen können, gab cö noch nicht. Die Geistlichkeit konntealso diesen ungeheuren Ucbcrschuß nicht anders nutzen, als wenn sieihn so anwandte, wie die großen Barone den ihrigen, nämlich zur
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