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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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dänischen Thrones entsetzt, da seine Aufführung ihn in Dänemark ebenso verhaßt gemacht hatte als in Schweden . Gleichwohl warder Papst immer noch geneigt, sich seiner anzunehmen, und Friedrichvon Holstein , der statt seiner den Thron bestiegen hatte, rächte sichdafür an dem Papste, indem er dem Beispiele Gustav Wasa's folgte.Die Magistrate von Bern und Zürich , die keinen besonderen Streitmit dem Papste hatten, führten die Reformation darum so leicht inihre Kantone ein, weil kurz vorher einige von der Geistlichkeit durcheinen mehr als gewöhnlichen groben Betrug ihren ganzen Standverhaßt und verächtlich gemacht hatten.

In dieser kritischen Lage wandte der päpstliche Hof nicht wenigMühe an, um sich die Freundschaft der mächtigen Könige von Frank-reich und Spanien , wovon der letztere zu gleicher Zeit Kaiser vonDeutschland war, zu erhalten. Durch ihre Hülfe sah er sich inStand gesetzt, den Fortgang der Reformation in beiden Reichen,wenn auch mit vieler Schwierigkeit und großem Blutvergießen, dochentweder ganz zu unterdrücken, oder wenigstens sehr zu hemmen.Der Papst zeigte sich auch sehr geneigt, dem Könige von Englandgefällig zu sein; allein die Umstände erlaubten es ihm nicht, wenner nicht einen mächtigeren Fürsten, Karl V., König von Spanien und Kaiser von Deutschland , beleidigen wollte. Heinrich VIll. sahsich also, obgleich er für sich selbst die meisten Lehren der Reforma-tion nicht gut hieß, doch durch ihr allgemeines Uebergcwicht inStand gesetzt, alle Klöster aufzuheben und das Ansehen der römi-schen Kirche in seinem Staate zu vernichten. Daß er wenigstensso weit ging, war den Verfechtern der Reformation schon sehr lieb,und als sie sich erst unter seinem Sohne und Nachfolger der Regie-rung bemächtigt hatten., vollendeten sie auch ohne alle Schwierigkeitdas Werk, welches Heinrich VIII. begonnen hatte.

In einigen Ländern, z. B. in Schottland , wo die Regierungschwach und unpopulär war, und auf keinem festen Grunde ruhte,war die Reformation stark genug, nicht nur die Kirche, sondernauch den Staat, weil er der Kirche zu Hülse kam, zu stürzen.

Unter den in allen Ländern Europa'S zerstreuten Anhängernder Reformation gab cS kein allgemeines Tribunal, welches so, wieder römische Hof oder eine allgemeine Kirchenversammlung, alle