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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Geistlichen, um diese Mitwirkung mitunter zu befördern, weit häu-figer aber um sie zu verhindern, und die Künste der Verführung,welche sie bei solchen Gelegenheiten anwenden, um die Leute destobesser zu bearbeiten, sind vielleicht hauptsächlich die Ursachen, welchebei der schottischen Geistlichkeit und dem schottischen Volke den Ucbcr-rest von dem alten fanatischen Geiste erhalten.

Die Gleichheit, welche die preSbyterianische Kirchenform unterder Geistlichkeit einführt, besteht erstens in der Gleichheit ihreö An-sehens oder ihrer geistlichen Gerichtsbarkeit, und zweitens in derGleichheit der Pfründen. Die Gleichheit des Ansehens ist in allenpresbytcrianischcn Kirchen vollständig vorhanden, die der Pfründenaber ist es nicht. Doch ist der Unterschied zwischen den Pfründenselten so bedeutend, daß er den Besitzer einer geringeren in Ver-suchung führte, bei dem Patron die niedrigen Künste der Schmeiche-lei und Kriecherei anzuwenden, um eine bessere Pfründe zu bekom-men. In allen presbytcrianischcn Kirchen, wo die Patronatsrechtevollkommen in Kraft sind, sucht sich die Geistlichkeit im Allgemeinendie Gunst ihrer Oberen durch edlere und bessere Mittel zu verschaffen,nämlich durch Gelehrsamkeit, durch untadelige Sittlichkeit und durcheine treue und fleißige Erfüllung ihrer Pflichten. Die Kirchen-patronc klagen sogar oft über den unabhängigen Geist derselben, densie geneigt sind, als Undank für empfangene Wohlthaten auszu-legen, der aber im schlimmsten Falle nichts Anderes ist, als dieGleichgültigkeit, welche ganz natürlich aus dem Bewußtsein entsteht,daß keine ähnlichen Wohlthaten in Zukunft noch zu erwarten seien.Vielleicht findet sich kaum in irgend einem europäischen Lande einegelehrtere, sittlichere, unabhängigere und achtungswcrthere Klassevon Menschen, als die meisten presbytcrianischcn Geistlichen Hol-lands, Genfs, Schottlands und der Schweiz sind.

Wo die kirchlichen Pfründen alle ziemlich gleich sind, kannkeine sehr groß sein, und diese Mittelmäßigkeit der Pfründen hat,obgleich sie allerdings auch zu weit getrieben sein kann, doch ihresehr angenehmen Folgen. Nichts als eine cremplare Sittlichkeitkann einem Manne von geringem Vermögen Würde verschaffen.Die Laster des Leichtsinns und der Eitelkeit machen ihn immer lächer-lich , und sind überdies für ihn beinahe ebenso verderblich, als für