Band 
[Dritter Band. - Vierter Band.]
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Allgemeinen nicht besser dotirt sind als die schottische Kirche, bringtdiese Wirkungen noch in einem höheren Grade hervor. In den mei-sten protestantischen Kantonen findet man keinen 'einzigen Menschen,der sich- nicht zur herrschenden Kirche bekennte. Freilich würde ihndaö Gesetz, wenn er sich zu einer anderen bekennte, aus dem Kan-tone verweisen; allein ein so strenges oder vielmehr so intolerantesGesetz hätte in so freien Ländern niemals zur Ausführung kommenkönnen, wenn nicht zuvor die Geistlichkeit mit allem Fleiße die ganzeMasse des Volkes bis vielleicht auf einige wenige Individuen zurherrschenden Kirche bekehrt gehabt hätte. Daher werden auch ineinigen Theilen der Schweiz , wo wegen der zufälligen Verbindungprotestantischen und katholischen Landes die Bekehrung nicht so voll-ständig gewesen ist, beide Religionen nicht nur geduldet, sondern alsgesetzlich bestehend behandelt.

Die gehörige Leistung jeglichen Dienstes scheint darauf zu be-ruhen , daß sich die Bezahlung oder Belohnung desselben möglichstgenau »ach der Beschaffenheit deö Dienstes richte. Wird irgend einDienst viel zu schlecht bezahlt, so wird er gewiß durch die niedrige Ge-sinnung und die Unfähigkeit Derer, die damit betraut sind, leiden.Wird er viel zu hoch bezahlt, so leidet er vielleicht noch mehr durchihre Nachlässigkeit und Faulheit. Ein Mensch, der große Einkünftehat, sein Beruf mag sein, welcher er wolle, denkt, er müsse wieandere Leute, die große Einkünfte haben, leben, und einen großenTheil seiner Zeit in Lustbarkeiten, in eitel» Vergnügungen und Zer-streuungen zubringen. Einem Geistlichen aber raubt eine solcheLebensweise nicht nur die Zeit, welche er mit der Erfüllung seinerAmtspflichten ausfüllen sollte, sondern zerstört auch in den Singe»des gemeinen Mannes alle Heiligkeit deö Charaklcrö, die es demGeistlichen doch allein möglich macht, jene Pflichten mit dem rechtenGewichte und Ansehen zu erfüllen.

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