130
ganz und gar von Dcnen bcstrittcn worden, welche von einer solchenErziehung und einem solchen Unterrichte den Vortheil haben, d. h,daß sie durch freiwillige Beiträge Derer aufgebracht werden, die Er-ziehung und Unterricht nöthig zu haben glauben.
Wenn die Anstalten oder. öffentlichen Werke, welche für dieganze Gesellschaft wohlthätig sind, durch die Beiträge der einzelnenGescllschaftsglicder, die den meisten Bortheil dcwon haben, entwedernicht unterhalten werden können, oder doch nicht unterhalten werden,so muß das Fehlende durch eine allgemeine Beisteuer der ganzen Ge-sellschaft aufgebracht werben. ES müssen die allgemeinen Einkünfteder Gesellschaft, außerdem daß sie die Ausgaben für die Beschüßungder Gesellschaft und für die Behauptung der Würde ihrer höchstenObrigkeit zu decken haben, auch noch für das Deficit in manchenanderen Zweigen deS Einkommens cinstchm. Die Quellen diesesallgemeinen oder öffentlichen Einkommens will ich in dem folgendenKapitel erklären.
Anmerkungen zum ersten Kapitel.
1) Die Frage, die hier zuerst in Betracht kommt, ist offenbar nicht die, welche
Kosten die Vertheidigung verursacht, sondern die, welches Vertheidigungssystemohne alle Rücksicht auf die Kosten das beste ist. Smith hat sich aber, indem ersich aus diejenigen Untersuchungen beschränkte, die eine Beziehung auf den Reich«thun, der Nationen haben, durch den Plan seines Werkes selbst jeder Untersuchungvon Fragen, die den Staatsmann als solchen intcrcssiren muffen, überhoben.Er behandelt sie nicht als politische Fragen, was sie in der That sind, sondern alsökonomische. Ehe er weiter auf sie eingeht, zeigt er zuerst, wie sie mit dem Ge-meinwohl zusammenhängen. Dadurch unterbricht er aber ohne alle Noth den Laufseiner Untersuchungen durch eine Rücksicht, von welcher er bald wieder abgehenmuß, um zu seinem eigentlichen Gegenstände zu kommen; und man sieht, daß er,so sehr er auch nur die ökonomische Seite der Frage, so weit sie in den Planseines Werkes gehört, behandeln will, doch die politische Frage vor Augen hat,indem er vor Allem nicht nach dem am Wenigsten kostenden, sondern nach dembeste» Systeme sucht. ES sind jedoch seine Ansichten über diesen Gegenstand kei-neswegs gründlich: er beschränkt sich darauf, einen einzigen Punkt, die Uebcr-legenheit eines stehenden Heeres über jede andere Kriegsmacht, festzustellen, undschreibt dem Ucbersehcn dieser Marime alle Revolutionen zu, durch welche dieStaaten umgestürzt wurden. Buchanan.
2) Die hier vorgetragenen Meinungen ermangeln, wie man leicht einsehenwird, aller Begründung. Wir habe» schon zu zeigen versucht, daß man keinen