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6) In allen diesen Schlachten war es mehr die Kunst Hannibals , die denAusgang entschied, als die Tapferkeit seiner Trappen. Am Trasimenische» Seeund bei Cainiä besonders war sein Schlachtplan ausgezeichnet. Die erstere dieserSchlachten fiel in den Apenninen vor. Hannibal hatte seine Feinde mit List ineinen Engpaß zwischen dem Berge und dem Trafimcnischen See gelockt. DerHauptthcil seiner Armee Warans den Anhöhen; nachdem die Römer sich in dasDcfilö gezogen hatten, fiel er über sie her, und ehe sie nur Zeit gewinnen konnten,sich in Schlachtordnung zu stellen, waren sie auf allen Seiten geschlagen. BeiCannä verdankte er seinen Sieg der Kunst, mit der er sein Centrum manoeuvrircnließ; er ließ es beim Beginne der Schlacht in convcrer Form vorgehen, dann ließer es in dem Maaße zurückweichen, als die Römer angriffen, und veränderte sovöllig seine Form: die Reihen schloffen sich um das feindliche Centrum und durch-brachen es von allen Seiten. Alle diese Bewegungen wurden anfs Pünktlichsteausgeführt, und die römische Armee nach einem tapferen Widerstände völlig ver-nichtet. Ohne Zweifel trug zu diesem Resultate die Tapferkeit der Feinde viel bei,mehr aber »och kam es durch das Genie ihres großen Feldherrn zu Stande.
Vuchana n.
7) Bei einer aufgeklärten Nation und unter einer freien Regierung ist ein
stehendes Heer nicht nur unnütz, sondern sogar gefährlich, weil es offenbar alleGewalt in die Hand des Fürsten legt. Die weisesten Gesetze und Institutionenbleiben ohne Nutzen, wenn die Garantien für ihre Vollziehung fehlen; wie kannaber eine solche Garantie vorhanden sein, wenn der Fürst über ein so furchtbaresGewaltwcrkzeug zu gebieten hat? Der Soldat von Beruf ist nicht eben geneigt dieSache der Freiheit zu unterstützen; er ist zur Gewaltthätigkeit da, und stets bereit,die Absichten seines Führers auszuführen. Mit Recht sagt Smith, daß der Fürstunter dem Schutze eines stehenden Heeres alle ungerechten, aufwieglerischen undrevolutionären Forderungen verachten könne; aber kann er nicht eben so sehr auchjede andere Forderung verachten? Und haben die Gewalthaber, zumal wenn siesich auf ein gutes Heer stützen, nicht fast immer Lust, Vorstellungen, die mangegen ihr Verfahren macht, als aufwieglerisch zu betrachten? Wir finden durch-aus nicht, daß sie das Uebcrmaaß einer unbegrenzten Freiheit darum eher ertragen,weil sie ein stehendes Heer haben. Amerika hat kein stehendes Heer, und doch intcr-pcllirt man dort die Staatsmänner viel freier, als sonst irgendwo. Das Gesetzbetrachtet in diesem Lande die Wahrheit, die man den Gewalthabern sagt, nichtals eine Schmähung und Beleidigung, und diesen Grad von Freiheit trifft manin keinem anderen Lande an. Buchanan.
8) Durch eine Akte des großen Raths des Reiches oder des Parlaments, imzweiundzwanzigstcn Rcgierungsjahrc Heinrichs II., im Jahre 1176, wurden ge-wisse Richter ernannt, die innerhalb sieben Jahren alle Provinzen des König-reichs , welches deshalb in sechs Distrikte oder Lircuits getheilt wurde, zu bereisenhatten, um an jedem Orte von Zeit zu Zeit Gericht zu halten. Durch die magnaclmrta wurden sie angewiesen, in jeder Grafschaft jedes Jahr einmal zu erschei-nen, und zugleich wurden die Sachen näher bestimmt, die ihrer Gerichtsbarkeit