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[Dritter Band. - Vierter Band.]
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der König von Prcußcn wahrscheinlich für billig, daß die Kirche ein,gut Theil mehr zur Befriedigung der Staatöbedürfnissc hergebe. Ineinigen Ländern sind die Güter der Kirche von allen Steuern frei;in anderen sind sie viel geringer besteuert als andere Ländercicn. Indem Hcrzogthnm Mailand sind die Ländercicn, welche die Kircheschon vor 1676 besaß, nur zum dritten Theil ihres wahren Wertheszur Steuer angeschlagen.

In Schlesien sind adelige Güter um drei Proeent höher ange-schlagen als Bauerngüter»). Wahrscheinlich dachte der König, daßdie Ehrenrechte und Privilegien mancherlei Art, die mit den ersterenverknüpft seien, den Eigenthümer für eine kleine Erhöhung der Steuerhinlänglich schadlos halten würden, während zu gleicher Zeit diedemüthigende Unterwürfigkeit, welche mit den anderen verbunden ist,durch eine niedrigere Besteuerung etwas erleichtert werden könnte.In anderen Ländern erschwert das Steuersystem diese Unglcichförmig-keit, anstatt sie zu erleichtern. In den Staaten dcS KönigS vonSardinien und in denjenigen Provinzen Frankreichs , welche der so-genannten tilillo räollo oder loneiäre unterworfen sind, fällt dieSteuer ganz allein auf die Bauerngüter, und die adeligen Gütersind davon ausgenommen.

Eine nach einer allgemeinen Vermessung und Abschätzung auf-gelegte Grundsteuer muß, so gleichförmig sie auch im Airfang ge-Wesen sein mag, nach sehr kurzer Zeit doch ungleichförmig werden.Soll dem entgegengewirkt werden, so ist eine fortdauernde pünktlicheAufmerksamkeit der Regierung auf alle Veränderungen in dem Zu-stande und dem Ertrage jedes einzelnen Gutes im Lande nöthig.Diese Aufmerksamkeit findet in Preußen, Böhmen , Sardinien unddem Hcrzogthum Mailand jetzt wirklich statt, ist aber mit dcnr Weseneiner Regierung so wenig verträglich, daß sie wahrscheinlich nichtvon langer Dauer sein wird. Sollte sie aber fortdauern, so würdesie mit der Zeit den Steuerpflichtigen wahrscheinlich mehr Unruheund Plackerei verursachen, als sie ihnen Erleichterung verschaffenkönnte.

Im Jahre 1666 war die Generalität von Montauban zu derMille iselle oder loueüwe nach einer, wie man sagt, sehr genauen