Vich oder gesalzenes Fleisch einzuführen, welches in dem gewöhn-lichen Zustande der Dinge allgemein und nur jetzt gerade wegenIrlands und der britischen Pflanzungen auf eine Zeitlang aufgehobenworden ist, ziehen alle jene schlechten Wirkungen nach sich, die mitden Steuern auf dringende Lebensbedürfnisse verbunden sind, undbringen obenein der Regierung keine Einnahme. Zur Aufhebungsolcher Anordnungen scheint Nichts weiter nöthig zu sein, als daßman das Publikum von der Nichtigkeit des Systemes, dem zu Liebesie getroffen worden sind, überzeuge.
In manchen anderen Ländern sind die Steuern auf dringendeLebensbedürfnisse noch höher als in Großbritannien . In vielenwird von dem groben und feinen Mehl auf der Mühle und von demBrot beim Bäcker eine Steuer erhoben. In Holland soll der Geld-preis dcS Brotes in den Städten durch solche Steuern verdoppeltsein. An Stelle dieser letzteren zahlen die Landbewohner jährlich sound so viel Kopfgeld, je nach der Beschaffenheit dcö Brotes, wovonsie sich muthmaßlich nähren. Diejenigen, welche Weizcnbrot essen,zahlen drei Gulden und fünfzehn Stüvcr, also etwa sechs Schillingneun und einen halben Pcnce. Diese, so wie einige andere Steuernder nämlichen Art sollen durch Ncrthcucrung der Arbeit die meistenholländischen Manufakturen zu Grunde gerichtet haben *'). Aehn-liche, obgleich nicht ganz so schwere Steuern finden im Mailändi-schcn, im Genuesischen, in dem Hcrzogthum Modcna, in den Hcr-zogthümcrn Parma , Piaccnza und Guastalla und im Kirchenstaatestatt. Ein sranzösischcr Schriftsteller von einiger Bedeutung schlug,um die Finanzen seines Landes zu rcformircn, vor, an die Stelle dermeisten anderen Steuern diese verderblichste unter allen zu setzen. ESgiebt nichts so Ungereimtes, sagt Cicero , was nicht einmal von einemPhilosophen wäre behauptet worden.
Steuern auf Fleisch sind noch gewöhnlicher als Steuern aufBrot. Es kaun allerdings zweifelhaft erscheinen, ob Fleisch irgend-wo zu den unentbehrlichen Lebensbedürfnissen gehört. Getreide undandere Pflanzcnartcn können, wie die Erfahrung lehrt, wenn sie mitMilch, Käse und Butter oder, wo Butter nicht zu haben ist, mit Ocl
') »tiuimn-s cnncoi'iiuia oU. >1. 210. 211