Band 
Erster Theil. A-D.
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Belagerungsmaschinen.

hatte in seinem Zeughause 150 Katapulten, unk» nur35Ballisten. In Karthago fand Scipio, nachdemBericht dee Geschichtschreibers Livius, 120 außeror-deutlich große und 2 g 1 kleinere Katapulten, nebst einergroßen Anzahl Skorpionen von verschiedener Größe;allein nicht mehr wie 23 große und 5 2 kleinere Ballisten.Und bey der Belagerung von Jerusalem sollen dieRömer 300 Katapulten und nur 40 Ballisten gebrauchthaben, womit die Stadt, sehr zu Grunde gerichtetwurde.

Die wichtigste Maschine zur Bedeckung der Arbei-ter, vorzüglich wenn diese Graben ausfüllen, das Erd-reich ebenen und Walle auswerfen mußten, war dieSchildkröte oder das Sturm dach. Disse Ma-schine war auf Walzen beweglich, und konnte dahin ge-führt werden, wohin man sie haben wollte. Nochmerkwürdiger, und sowohl zur Vertheidigung als zumAngriff brauchbar, waren die b e w e glich e n Thürmc,dicWandclthürme, Sturmth àrnie, deren großeHöhe wirklich zum Erstaunen zwingt. Sie ruhten aufWalzen, die innerhalb des untersten Stockwerks ange-bracht waren, um desto weniger vom Feinde beschädigtwerden zu können. In Ansehung ihrer Höhe richtetensie sich nach der Höhe der Thürme der belagerten Stadt.Der Vordertheil wurde mir Ziegeln, auch wohl miteisernen Platten bedeckt; dieses geschah auch zuweilen anben Seiten. Den Gipfel bedeckten rohe Haute gegen dieBrandpfeile der Feinde. Einen der höchsten Thürmeder Art ließ Mithrida tcs bey C ycicum aufführen.Er war ioo Cubitos hoch. Oft hatte der Thurm 10Etagen, und jeder Absatz eine Gallerie, um darauf umben ganzen Thurm herumgehen zu können. In dem un-tersten Stockwerke war der Mauerbrecher, in dem an,der» und in den folgenden waren Slurmgerärhe, Leitern,Fallbrücken u. s. w., und in dem obersten Bogenschützen undWurfspießträger, die von oben herab auf die Belager-ten und in die Stadt schössen. Man bediente sich auchzuweilen bey drcjen Thürmen eines besondern Strata-