Band 
Erster Theil. A-D.
Seite
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Dampfmaschine.

selbst keine besondere Vorrichtung mehr nöthig seyn, umdie Kolbenstange in der Richtung der Ape des Dampf,cylinders auf und ab zu bewegen, so müßte der Dampf-kessel selbst sicher genug gebaut werden können, um alleGefahr des Zerspringens zu entfernen und feine Füllungdurch eine eigne einfache Weife erhalten.

Diese Schwierigkeiten will Herr von Reichen-bach wirtlich gelöset haben. Seine Dampfmaschine ist,wie es heißt, tragbar, und doch wirkt nach der vor-läufig angestellten Berechnung sein kleiner Dampfcylin-der von i6 Zoll Höhe und - Zoll Weite so viel, alszwey Pferde im Zuge vermögen. Der Kolben schließtdurch eine eigne Vorrichtung mit immer gleichem Druckean, die Kolbenstange gchi-ohne alle äußere Hülfe genauin der Richtung der Cylinder- Axe, die Steuerung istim höchsten Grade einfach und nicht minder ist ee dieVorrichtung zur beständigen Füllung des Dampfkessels.Der letztere hat übrigens eine ganz besondere und neueForm. Auch das heftigste Schütteln stört das Kochendes Wassers nicht und gestattet dem Wasser keinen Zu-gang zu der Mündung der Dampfröhrc. Er ist mitguten Sicherheitsventilen versehen und das Zerplatzenist unmöglich, indem, wenn wider Vermuthen die Vor-richtung jenes Auslässen der Dämpfe und selbst dasSicherheitsventil die Dienste versagen sollte, er sich end-lich selbst öffnet und das Feuer zerstört.

Die Maschine soll vorläufig von Sachkennernschon geprüft und ganz wie die Aussage des Herrn vonReichen dach befunden seyn.

Indessen trat gegen alle diese Behauptungen desHerrn von Reichenbach Herr Joseph von Baa-d c r ale Beurrheiler auf. In England, sagte er unterandern, wo man mit dem Baue undjeder möglichen Be-nutzung der Dampfmaschinen schon längst so vertraut,wo man beynahe alles, was Kraftaufwand erfordert,durch diese Maschine zu leisten gewohnt ist, wo manfür ein Einziges durch Wasser, Wind oder Thiere be-triebenes Werk zwanzig Dampfmaschinen findet, woi. Theil. B b b