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Dampfschiff».
Magazin der neuesten Erfindungen, Entdeckungen re.Neue Folge, Nro. 1 . keipzig 1316. 4. S. Z f. Wit-ky'S Dampfpumpe; mit einer Abbildung.
Dampfmühle, f. Dampfmaschine.Dampfrdhren, DunströhrrninDampf-Maschinen, s. Dampfmaschine.
Dampfschiffe, Dampfboote. Hierunterversteht man Schiffe, welche durch Dampfmaschinen inBewegung gesetzt werden und eben dadurch auch sehrleicht sich gegen den Strom bewegen sollen. In Eng-land und Amerika harre man schon seit mehrern Jährensolche Dampfschiffe vorgerichtet; bald schreibt man demS chorrländer Ciarle, bald dem Amerikaner F » 1 1 0 itdie erste Erfindung derselben zu. Wie die Engländerberichten, so hat Müller aus Dalswinton, denersten Versuch gemacht, ein Dampfschiff zu verfertigen,der aber nicht recht gelang. Seit ein Paar Jah-ren bedient man sich solcher Dampfschiffe auch in Frank reich , und nun sucht man sie seit kurzem auch inDeutschland (namentlich im Preußischen auf der Elbe )einzuführen.
Es kommt bey den Dampfschiffen hauptsächlichdarauf an, daß die auf dem Fahr,euge befindlicheDampfmaschine ein Paar Schaufelräder in eineumdrehende Bewegung setzt, die, mit ihren Schaufelnverhälrnißmäßig tiefin das Wasser eingesenkt, die Stelleder Ruder vertreten. Die Kolbenstange des Dampf-tylinders fetzt bekanntlich, indem sie auf- und niedcr-fkeigt, den Waagbaum (Kalander ) oder ein Kunstkreyzkn eine auf und niedersteigcnde Bewegung. Sie ist zudem Ende mit dem einen Ende des Waagbaums oderdes Kunstkreuzes auf die gewöhnliche Art verbunden.Folglich steigt auch das andere Ende desselben Baumsoder Kreuzes eben so auf und nieder. Hängt nun vondiesem andern Ende eine Stange herab, so wird diesediesslbe auf-und niedergehende Bewegung haben, wiedie Kolbenstange. Das Ende jener Stange kann mit