Deichsel.
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Deich, s. Damm.
Deichsel, Teichsel,Deichselstan ge,Dei-ßel, Diesici, Istel. So nennt man den Vorder-theil eines Wagens, woran das Zugvieh abgespanntwird. Es ist gemeiniglich 6 Ellen lang, und von einemrunden jungen Birkenbaum verfertigt. Auf dem hin-tersten dicken Ende ist er etwas viereckig, weil dieses En-de zwischen den Armen der Vorderachse (den Deichsel-armen) steckt, und daselbst mittelst der Dei chselringc,zuweilen auch vermöge einiger Bolzen, entweder fest undunbeweglich sitzt, oder auch nach Belieben zurückgeschla-gen oder herausgenommen, wieder eingefchoben, undvor dem Gebrauch mit einem an der Seite durch die Ar.me und Deichsel hin durchgesteckten eisernen Nagel oderBolzen befestigt werden kann. Der Nutzen dieses Werk-zeugs ist bekannt genug; man weiß, daß eö zum An-spannen, zum Lenken und zum Aufhalten dient; s. Wa-gen und Fuhrwerke.
Wenn man nur mit einem Stück Vieh einen Wa-gen oder Karren führen will, so besteht die Deichsel au-zwey Bäumen, zwischen die man das Zugvieh als in eineGabel anspannt; deswegen wird eine solche Deichsel (8 a-bcldcichscl oder Scheere genannt. Das Bllech,womit die Deichsel vorn beschlagen ist, heißt Deich sel-bl ech, dcr übcr den Tragsattel des Viehes gelegte undauf beyden Seiten in die Gabeldeichsel eingesteckte Nie.men Deichselriemen, Tragriemen; der B«rlkcnaber, an dessen beyden Enden ein Ortscheid sich befindet,woran die Zugstränge der Pferde geknüpft werden, heißtDeichselwaage oder nur schlechthin Waage; s.Wagen und Karren.
Deichsel des Pferdegöpels oder derRoßkunst ist derjenige Baum eines Göpels, worandas Pferd gespannt wird, welches durch seinen kreisför-migen Gang den Göpel in eine umdrehende sBewegungfetzt; s. Pferdcgöpel.
Deichsel der Roßmühlen. Mit dieser