Band 
Erster Theil. A-D.
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Deichselarme.

Deichsel hat es eben die Beschaffenheit, wie mit derDeichset der Pferdegöpelö im vorhergehendenArtikel; s. Roßmühle.

Deichselarme sind zwey hölzerne Arme oderhalbrunde Stangen, die mit einem Ende in die Vor-derachse des Wagens, von einander gebreitet, eingelas-sen sind, aber da, wo die Deichsel zwischen ihnen eingc-schoben wird, enger zusammenlaufen; hier werden siedenn durch die eisernen D c i ch se l r i n g e mit der Deichselvereinigt und beyde zusammen befestigt. Bey den Kut«schcn und Chaisen aber sind statt der beyden Deichsel-ringe zwey Bolzen vorhanden ; deswegen kann man hierdie Deichsel bequem abnehme»; s. Fuhrwerke.

Deichselkette, s. Haltkerre.

Deichselnagel. Hierunter versteht man eineneisernen Nagel oder Bolzen, womit dir Deichsel in denDeichselarmen befestigt wird. Der Schaft desselbenist nicht eckig, sondern rund, mit einem starken rundenKopfe, und am Ende mit einer Spalte versehen, wo-durch man einen Splint steckt, damit der Nagel nichtabfallen könne. - Vorzüglich bey Kutschen wird die Deich-sel durch zwey dergleichen Bolzen in den Armen befestigt.

Deichselpferde, Stangenpferde heißendie Pferde, welche an beyden Seiten der Deichsel ge-spannt werden, im Gegensatz derVorderpferde, dieman vor die Deichsel spannt; s. Fuhrwerke.

Deichsel ring nennt man denjenigen eisernenRing, der bey Lastwagen dic Dcichsclarme mit der Deich-sel vereinigt. .Zwey solche Ringe befestigen die Deich-sel; bey Kutschen hingegen werden zwey Dc ich.se lnä-gel angebracht; s. Fuhrwerke.

Deichselstange, s. Deichsel.

Deichselsteg, Fußsteg, Fußtritt heißtdasjenige schräg gerichtete Brct über den Deichsclarmen,worauf der Kutscher seine Füße setzt. An seiner Hinternschmalen Seite erhält es zwey Zapfen, die in den Sche-