Eigenthümliche Schwer« *3
specifische Gewicht des festen Körpers in Verglelchungmit dem specifischen Gewichte des Wassere. Jen«Differenz muß nämlich dem Gewichte einer Wasser-menge gleich seyn, welche mit dem leichtern festenKörper einerlei geometrische Größe hat. Seht mannun das ganze Gewicht des leichtern Körpers = p,und jene Differenz — d, so erhält man wieder dasVerhältniß der specifischen Gewichte des festen Kör-pers und des Wassers — p : d, und das specifisch«
Gewicht des leichtern Körpers —
d
Das Fahrenheit'sche Aräometer ist zur Bestlm.mung der specifischen Gewichte fester Körper sehrbrauchbar; s. Aräometer. Legt man nämlich obenauf die Schale dieses Instruments den Körper, sozeigt das Gewicht, welches noch aufgelegt werbenmuß, damit das Aräometer bis an das Merkmal imWasser sich einsenke, wie groß des Körpers Gewichtsey, oder — p. Hängt man ihn hiernächst untenan das Instrument, so ergiebt sich auf eben die Artsein Gewicht im Wasser, und daraus erhält man
sein Verlornes Gewicht oder q, folglich auch 2- oder sein
specifisches Gewicht. Aehnliche Instrumente zur Be-stimmung der specifischen Gewichte der festen Körperhaben Nicholson und Haug angegeben.
Die specifischen Gewichte flüssiger Materien wer-den am besten dadurch bestimmt, daß man einen glä-sernen oder elfenbeinernen massiven Körper von jederbeliebigen Gestalt in diese Materien hineinsenkt, undden Gewichtsverlust in ihnen anmerkt. Da nun die-ser Körper in den flüssigen Materien gerade so vielan Gewicht verliert, als das Gewicht der dadurchverdrängten Materien beträgt, so braucht man nurdas Gewicht, welches der massive Körper in einerjeden flüssigen Materie verliert, durch dasjenige Ge-wicht zu dividircn, welches er im Wasser verliert;