Einfache Maschinen 33
Einfache Maschinen, Ei nfach e Heb--zeuge. Einfache Rüstzeuge, MechanischePotenzen. Alle Maschinen theilt man in ein,fache und zusammengesetzte ein. Zu den er-sten rechnet man den Hebel, das Rad an derWelle oder die Winde (Axis in peritrochio),die Rolle, die schiefe Ebene, den Keil unddie Schraube. Da die Theorie der Rolle und desRades an der Welle auf den Hebel, diejenige desKeils und der Schraube auf die schiefe Ebenesich gründet, so giebt es eigentlich nur zwei einfacheMaschinen. — Zusammengesetzte Maschinen sinddiejenigen, welche durch Verbindung mehrerer einfa-chen Maschinen zum Vortheil der Kraft oder derGeschwindigkeit entstehen, z. B. die verschiedenen Ar,tcn von Mühlen, die Wasserkünste, Uhren u. s. w.
Schon Pappus führt die einfachen Maschinen,welche in einer zweckmäßigen Verbindung mir einan,der die zusammengesetzten Maschinen geben, unter je,nein Namen an. Nur die schiefe Ebene warnoch davon ausgeschlossen. Diese wurde erst nachherdazu gerechnet, wie es gewöhnlich wurde, aus derLehre der schiefen Ebene die erheblichsten Gesetze desKeils und der Schraube abzuleiten. Varignon zählte auch noch zu den fünf Potenzen des Pappusdie Seil- oder Fünicularmaschine, welche auszwei Seilen besteht, woran Kräfte nach schiefen Rich«tungen eine Last, die nach einer dritten Richtung wi-dersteht, halten oder heben. Varignon hielt dieseMaschine für die einfachste unter allen, weil cS da«bei auf das Gesetz des Gleichgewichts dreier Kräfteankömmt, welches Gesetz Varignon als den erstenGrundsatz der Statik ansieht, obgleich es sich richti-ger aus der Theorie des Hebels ableiten läßt; s. He»bel. Man hat daher des VarignoNö Vorschlagnicht angenommen^
Da eine zusammengesetzte Maschine aus einerII. Tl'eil. C