Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
79
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Elektricirätszekger 79

Elektrkcitätszeiger, Wolkenelektri-citätsmesser, Blitzmesser, Fulgurometer.So nannte man sonst gewisse Vorrichtungen, mitwelchen die Beobachter das Daseyn der Elektricitätbei Gewittern bemerkbar zu machen' und die Stärkederselben ju messen suchten. Nachher gebrauchte manzu diesem Zwecke mehr die gewöhnlichen atmosphä-rischen Elektrometer oder Luftelektrometer.

Bekannt sind die Elektricitätszeiger des Frank-lin, Dalibard, Dekor, Mazeas, CantoneRichmann, Winkler, Priestley , le Roy,Donndorf , Hemmer und anderer. Um von ihneneinen Begriff zu geben, will ich nur diejenigen de»Priestley und des Donndorf beschreiben. Einenausführlichem Unterricht davon liefern die unken an,gezeigten Schriften.

Auf dem Gipfel irgend eines Gebäudes errichtetman eine Stange, woran sich oben ein dichtes StückGlas, oder ein im Ofen gedörrtes, 1 Fuß langesStück Holz befindet. Dieses wird mit einem zmnrr.nen oder kupfernen Gefäß, in Gestalt eines Trichter»,bedeckt» um den Regen davon abzuhalten. Ueberdemselben laßt man eine lange eiserne Ruthe in dieHöhe gehen, 'welche sich in eine Spitze endigt. Dieganze Länge dieser Spitze umwindet man mit einemdünnen Drathe, um die Elektricität desto bester nachdem Trichter abzuleiten. Einen Drath, den manvon dem Trichter längs dem Gebäude, ungefähr 1Fuß davon entfernt, Herablaufen läßt, führt mandurch ein offnes Fenster in ein Zimmer, welches manzur Anstellung der Experimente am bequemsten findet,und verbindet ihn mit einem isolirten Conduktor.So ist der Elektricitätszeiger des Priestley einge-richtet. Man kann an ihm die Elektricität durch diegewöhnlichen Erscheinungen wahrnehmen, so wie auchdie Stärke und Beschaffenheit der Elektricität mittelstder Elektrometer untersuchen. Zur Sicherheit giebtHerr Priestley auch noch den Rath, einen gewöhn-