Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
120
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120 Elektrisirmaschine

Kupferplatte ist durch Glasstangen mit zwei messt»,genen Stäben verbunden, welche einen Spalt zwischensich lassen, durch den das Seidenzeug gleich nach derReibung durchgeht. Es nehmen also diese Stangendie Elektricität an, und dienen als erste Leiter. ZumAnspannen befinden sich am obern und untern Endedes Seidenzeuges Leisten mit hölzernen Kugeln; durchdieselben werden seidene Bänder gezogen, woran mandas Ganze oben'an einen Nagel hangen und untenmir der Hand spannen kann. Mit der ankern Handwird eine cylindrisch gestaltete Vcrstärkungsflasche sogestellt, daß ihre äußere Belegung die reibenden Plat»tcn, und ihre obere mit der innern Seite verbundeneHaube die zum Leiter dienenden Stangen mittelst an-gebrachter Stifte fest hält. Mit dieser Flasche wird- auf, und abgefahren, und zugleich das Reibzeug undder Leiter mit sich genommen, wodurch die Elettrici,tät erregt, und die Flasche geladen wird. Letztererhat der Erfinder zugleich die Einrichtung gegeben,daß in ihr alles zum Lichtanzündrn Nöthige aufbewahrtwerden kann.

Die sogenannte elektrische Taschenmaschinedes Jngenhouß ist auf folgende Art eingerichtet.Eine 6 Zoll lange und 3 Linien dicke, an dem einenEnde verschlossene und von innen und außen mitZinnblatt belegte Röhre halt an ihrem offnen Endeeine messingene Kugel vermöge des Siegellacks fest.Die Kugel selbst ist mit der innern Belegung ver,bunden. An der Ocffnung wird von außen ein hal-ber Zoll unbelegt gelassen, und mit Siegellack über,zogen. Nimmt man diese Röhre zwischen die Finger,und reibt zugleich zwischen den Daumen und Zeige-finger, über welche man lederne mit Katzrnbalg über»zogene Handschuhfinger zieht, ein seidenes, mit Sie,gellackauflösung getränktes Band, woran die mcssin,gene Kugel gedrückt wird, so ist in einer kurzenZeit die Röhre geladen.

Herr Legationsrath Lichtenberg in Gotha hat