Feuerspritzen »19
den andern Druckwerken, deren Absicht nur dahin geht,dae Wasser in Röhren zum Steigen zu bringen, da-mit es auf bestimmter Höhe in einem Behälter zumbesondern Gebrauch gesammelt werde, ist es ein Feh-ler, wenn das Wasser schnell hinaufsteigt, weil als-dann ein Theil der Kraft unnöthiger Weise daraufverwendet wird, dem Wasser die überstüsstge Schnel-ligkeit mitzutheilen, da stakt dessen die nämliche bewe-gende Kraft bei einer andern Einrichtung der Ma-schine eine größere Menge Wasser heben könnte; s.Druckwerke. Bey den Feuerspritzen ist es aberein unumgängliches Erforderniß, daß das Wasser ausder Ausgußöffnung, wie aus einem Springbrunnen,mit einer beträchtlich großen Geschwindigkeit hervor-springe, wenn man sich ihrer bei Feuersbrünsten zumLöschen bedient. Da nun aber die Menge Wasser,welche eine gegebene Kraft in gegebener Zeit aus demStiefel austreiben kann, desto kleiner ist, je größerdie Geschwindigkeit des hervorspringenden Wassers seynsoll, und da ferner eine größere Menge Wasser zumLöschen dienlicher als eine kleinere ist, so muß dieFeuerspritze so eingerichtet werden, daß die Geschwin-digkeit dee hervorspringenden Wassere nicht beträchtlichgrößer sey, als die Höhe erfordert, worauf die Feuers»brunst sich befindet. Die Folge wird lehren, wie mandies zu Wege bringt.
Wenn man in einer kleinen Röhre einen Stöp-sel, welcher an die Röhrenwand dicht anschließt, hinund her ziehen kann, so hat man eine kleine Spritze,an der sich der Mechanismus einer Feuerspritze schoneinsehen läßt. Man stecke nämlich ein solches Spritz-chen in ein Glas mit Wasser, und ziehe den Stöpselzurück, alsdann entsteht ein Raum in der Spritze,in welchen die Flüssigkeit schnell so weit hineinkritt,bis sie fast den untern Theil des Stöpsels berührt.Nimmt man nun die Spritze aus dem Wasser, unddrückt den Stöpsel oder Stößel mit Gewalt wiederin die Höhlung hinein, so fährt die Flüssigkeit wie-