Friktion 367
besonders wo große Lasten drücken, ist der Unterschieb sogroß eben nicht, wie dies aus den Versuchen des deCoulomb und Anderer gesehen werden kann.
Sehr vollkommen war der Frikrionsmcsser desCoulomb. Schlitten, deren Unterflächcn durch an-gebrachte Lamellen nach Belieben vergrößert oder verklei-nert werden konnten, ließ Coulomb auf einem unbe-weglichen Tische hinrutschcn. Die Lamellen bestandenbald aus verschiedenen Holzarten, bald aus verschiedenenGattungen von Metall. Mit eben den Lamellen mußtedenn auch die Oberfläche des Tisches belegt werden, sowie es der jedesmalige Versuch mit sich brachte. Auseben diese Art wurde bei den unterschiedlichen Versuchenauch die Last verändert, die der Schlitten tragen mußte.Eine Rolle war an dem einen Ende des Tisches in einerHöhe über dem Tische angebracht, die mit dem Schwer,punkte des Schlittens übcrein kam. Ueber diese Rollewurde eine Schnur gelegt, wovon das eine Ende an denSchlitten befestigt war, das andere aber eine Schaletrug. Bei den Versuchen wurden so viele Gewichte indie Schale gelegt, bis die Bewegung des Schlittenswirklich erfolgte. Die Geschwindigkeit des bewegtenSchlittens konnte man an gleich weit von einander ste-henden Abtheilungen auf dem Tische vermöge eines Pen-dels, das halbe Sekunden fibrirte, recht gut wahrneh-men. Nun wurden entweder die Gewichte in der Schaleso lange vermehrt, bis der Schlitten in Bewegung kam,oder man gab letztcrm einen Stoß, als er beinahe imBegriff war, von selbst forkjurutschcn, aber es nochnicht that, weil das Gewicht in der Schale noch nichtdie Friktion überwinden konnte.
Wegen dieser Kraft des Stoßes durfte man nundie Versuche von zwei Seiten betrachten, erst mit demStoße, und dann ohne den Stoß; im ersten Falle er,hielt die Bewegung einen Antrieb, der, nebst dem Ge-wichte in der Schale, schon die Rauhhciten der Fläche zuüberwinden im Stande war.
Der Raum, welchen der auf verschiedene Art bela.