Band 
Zweiter Theil. E-J.
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Friktion

den, ìals man verschiedene ? und verschiedene p unge-wandt hakte. WietzE andere Resultate kamen anö Licht,wenn die Lamellen des Schlittens zwar von Eichenholzewaren, aber an der Unterfiäche sich keilförmig endigten;quer am Schlitten angebracht, schleiften sie sich auf gutpolirtcm Eisenbleche. Und abermals wurden sie verän,dcrr, wenn Kupferbleche statt der riferncn genommenwurden.

Da das Schmieren mit Fetten und Oelen die Frik-tion so sehr vermindert, so stellte Coulomb auch dar,über Versuche an, welche für das Maschinenwesen vongroßem Nutzen seyn können. Eichene Flächen, derenBerührung 180 Quadratzoll betrug, und die mit Talggeschmiert wurden, gaben bei verschiedenen P gar vcr-schiedenene Bei jedem Versuche wurde der Talg er-neuert. Es war z. B. bei einem P = 3250 das pii8,und die Bewegung beinahe unmcrklich. War P 50,so wurde zur nämlichen Bewegung ein p = 6,5 erfor-dert ; mithin war im ersten Falle \p 27,6:1, und imzweiten -ch 7,7 : 1. Die P, welche zwischen die obi-gen p fielen, gaben, obschon nicht in gleichem Verhält-nisse, auch stufenmäßige-ch.

Soll nun in allen diesen Fällen die eigentliche Frik-tion einerlei seyn, d. i. soll 50 : 6,5 3250 : 118, somuß für das absolute Ankleben der Schmiere in jedemFalle 5 Pfund gerechnet werden. Diese 5 Pfund von'dem jedesmaligen p abgezogen, geben das eigentliche F(die Friktion). Und wirklich kam immer ein gleiches \J/,wenn dieser Abzug bei jedem Versuche gemacht wurde;denn immer war ch 28,6 :1.

Amontons , Musschenbroeck und noch ver-schiedene Andere hatten die Friktion zu groß angcnom,men, weil sie das absolute Ankleben nicht mit in Rech-nung brachten, und weil auch ihre P zu klein waren.Aue dieser Ursache konnten sich denn auch de la Hi reund Musschenbroeck die mancherlei Verschiedenhei-ten nicht erklären, die bei ihren Versuchen sichtbar wur-den. Vergrößerte x gaben auch zwar geschwindere,il. Tbeil. A a