Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
379
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Friktion 879

zweiten Versuche A = 77, B = 277, so ist B A= 200, a = 20, b = 45, tinö log. £ = o,3522.

T» __ A

Daher --= 568. Nimmt man nun an, jede

log. <p

andere Geschwindigkeit sey = 6, und die dazu gehörigeFriktion = f, so ist 6 A =568 log. f; und 6 =568 log. f + A. Hieraus kommen denn die Zahlen derletzten Kolumne zum Vorschein, welche ziemlich genaumit den beobachteten Geschwindigkeiten übereinstimmen.

Es springt nun aus allen diesen sehr leicht in dieAugen, daß bei Maschinen, deren bewegende Kraft im-mer dieselbe ist, nach fortgesetzter Bewegung auch dieFriktion beinahe einerlei bleibt. Nur die anfangendeBewegung macht c.ine Kraft nothwendig, die bei erfolg-ter und fortgesetzter Bewegung nicht blos unnöthig wird,sondern auch wegen ihrer nun überflüssigen Stärke für dieMaschine schädlich werden kann, wenn man nicht an-fangs die Last zu vermindern und sie bei fortgesetzter Be-wegung nach und nach wieder zuzusetzen im Stande ist.

Nun gibt es aber wenig Maschinen, deren bewe-gende Kraft immer völlig gleichförmig auf alle ihre Thei-le wirkt. Deswegen wird es in der Ausübung so schwer,die Kraft der anfangenden und fortgesetzten Bewegungimmer recht passend einzurichten, damit die Reibung be-ständig gleich sey. Bei Maschinen, deren bewegendeKräfte Menschen, Thiere, Wasser oder Wind sind, istes wohl möglich, diese Kräfte bald mehr, bald wenigerauf die Maschinen wirken zu lassen, aber doch nie ganzso gleichförmig, als das Gesetz des Widerstandes der Rei-bung in der Theorie vorschreibt. Nie wird da die Frik-tion, welche etwa die Zapfen der Wellen in ihren Lagernerleiden, zu allen Zeiten und bei veränderten Geschwin-digkeiten als immer gleich angesehen werden können, weildie bewegende Kraft sich nickt immer von einer und ebenderselben Wirkung zeigt« Diese veränderliche Friktionkann denn freilich nicht den vortheilhaftcsten Einfluß aufdie genannten Theile der Maschine haben; man kann die,sem Einfluß aber in der Ausübung so nahe als möglich