Band 
Zweiter Theil. E-J.
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Gabel

Futtermauern, Vorsetzmauern, sindsolche Mauern, welche dem hinter ihnen anliegendenErdreiche hinlänglich widerstehen und das Hcrabrollend-7 Erdthcilchen verhindern. Sie kommen bei dem Ka-nalbaue vor; f. Kanal.

G.

(Aabel, Gabeln. Diese Vorrichtung, welche vonihrer Gestalt den Namen hat, kömmt bei vielen Maschi-nen vor. Z. B. 1) bei Seil rädern hindern die ei,fernen Gabeln, daß das auf der Stirn des Radesliegende Seil abstreift oder aus der Vertiefungspringt. 2) Bei Kupferhämmern dient eine eiserneGabel, die Kessel, Pfannen und andere Dinge, welcheausgeticft werden sollen, in der erforderlichen Stellungzu erhalten. 3) Bei den Schwengelbrunnen,wo der Eimer an einer Stange und Kette hängt, ist ausdem Erdboden ein starker eichener Baum errichtet, wel-cher oben so ausgeschnitten ist, daß darin der Brunnen-schwengel lausen und spielen kann. Diesen Ausschnittnennt man ebenfalls die Gabel. 4) Bei den doppel.tcn Druckwerken versteht man unter Gabel die-jenigen zwei Stcigröhren, welche von den beiden naheliegenden Druckwerken aus in die gemeinschaftliche Guß-rohre gehen. 5 ) Bei den Feld- und K u n st g e st ä n -gen ist die Gabel ein Eisen, worin die Fcldstange liegtund sich mit dem Leitarme bewegt. 6) Bei den Pen-deluhren gibt man diesen Namen dem gabelförmigenstählernen Theile, zwischen welchen das Pendel eingelegtwird. Außerdem findet man solche Gabeln oder ga-belförmige theile noch bei mehreren andern. Maschinen,z.B. bei den Dampfmaschinen, Schneidemüh-len u. s. w.