Gerinne
547
an dem einen Ende auswendig und an dem andern in,wendig keilförmig zuhauen, damit allemal ein Gerinnein das andere passe und auf tè Zoll sich fchnäuze. Uebri-gens werden auch bei diesen Gerinnen die Wechsel mitSchenkelholz überlegt, und mit GeriNnsenkcln befestigt.
Die Spundstücke sind weit größer als die Bret-gerinne. Man gebraucht sie auf Hauptstollen und Ab,zugröfchen, wo viel Wasser abgeführt wird. Die Sei«tcnstücke hierzu werden in der Schneidemühle aus Pfo-sten dergestalt geschnitten, daß jede Pfoste an der einenSeite ungefähr 2* Zoll, und an der entgegengesetztenSeite .5 Zoll Stärke erhält. Unten an der starken Seiteder Pfosten wird dann so viel ausgehauen, daß daselbstein Sims oder Sohlenstück von 24 Zoll Breite bleibt,Auf diesen kommen die Bodenbretcr zu liegen, welche .querüber aufgenagelt werden. — Eine solche Vorrich-tung hält zwar das Wasser besser auf, als die Gerinne,sie ist aber auch viel kostbarer.
Man muß genau dahin sehen, daß sowohl bei derersten Legung, als auch bei der nachherigen Auswechse-lung dieser Gerinne weder die Erhöhung eines ihrerWechsel das Zurückdämmcn, noch die Vertiefung eineseben solchen Wechsels das Uebcrtreten der fortzubringen-den Wasser veranlaßt. Dem letzter» Versehen kann je,doch durch Auftragen leichter als dem erstern abgeholfenwerden. Ist die Sohle nicbr abgebaut, und hat siekeine Klüfte, sondern nur kleine Ungleichheiten, so legtman die Gerinne auf das Gestein, die Unebenheitenaber gleicht man mit klaren Bergen aus. Ist aber dieSohle abgebaut, hohl oder auch zu tief, als daß dieGerinne darauf liegen könnten, so werden besondereStege geschlagen. Bei den Spundstückcn sind fast im-mcr, und zwar nach Umständen mehr oder wenigerstarke Stege nöthig.
Was die richtigste Gestalt des Gerinnes betrifft,so hat man darüber folgende Entdeckung gemacht, dieaber noch immer nicht gehörig beherzigt worden ist. Je,der schwere Körper, der gerade fortgeschleudert wird, be^
Mm 2