Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
554
JPEG-Download
 

554 Geschwindigkeit

3) Bei gleichen Räumen verhalten sich die Geschwin-digkeiten umgekehrt wie die Zeiten. Wenn 3 = s,so ist C : c = t : T.

Aus Zeit und Geschwindigkeit findet manden Raum, wenn man beide mit einander mulkiplicirt;also T. C = S. Der R a uni, dividirt durch die Z e i t,

gibt die Geschwindigkeit; oder C. Der

Raum, mit der Geschwindigkeit dividirt, gibt

«

die Zeit, die der Körper brauchte; oder = T,

C

Bei der gleichförmig beschleunigten Be-wegung, mithin auch beim freien Falle der Körper,verhalten sich die Geschwindigkeiten wie die Zeiten, vomAnfange der Bewegung an gerechnet, und die Quadrateder Geschwindigkeiten wie die zurückgelegten Wege.Setzt man den mit gleichförmig beschleunigter Bewegungin einer Zeitsekunde durchlaufenen Raum = g, und dienach der Zeit r erlangte Geschwindigkeit ^ c, so hatman c = 3 gt, und c z =4g a t a = 4gs, wenn sden Weg ausdrückt, den der Körper in der Zeit t zu-rücklegt. Auch ist die Geschwindigkeit in jeder Stelle sogroß, daß der Körper in der Zeit t einen doppelt so gro-ßen Weg würde haben zurücklegen können, als er wirk,lich durchlaufen hat; s. Bewegung.

Wenn bei der gleichförmig verzögerten Bewegungdie anfängliche Geschwindigkeit c ist, so wird derKörper nach Verlauf der Zeit t noch die Geschwindigkeitv = c 2 gt besitzen, und ihre Verzögerungen ver-halten sich dann wie die Zeit.

Bei den ungleichförmig beschleunigtenoder verzögerten Bewegungen kömmt es blosauf das Gesetz an, nach welchem die beschleunigende oderverzögernde Kraft zu - oder abnimmt ; folglich laßt sichdabei nichts Allgemeines festsetzen. Was die Central,bewegungen betrifft, so verhalten sich bei diesen die Ge-schwindigkeiten verkehrt, wie die Perpendikel auö dem