Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
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Gewinde

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Zuflucht nehmen, als durch die Anlegung von Gewichts-mühlen, wie die beschriebene, sich unnütze Kosten undunangenehmen Zeitverlust zu verursachen.

Zusatz von allerhand Mühl-, Wasser, und Grottenwer-ken, aus Salomon de Cous; in Heronis Alexan-drini Buch von den Lufl. und Wasserkünsten, durchAgathum Carionem ins Teutsche gebracht. Frank­ furt 1688. 4. Zusatz. S. 29.

I. A. D öcklerS Theatrum machinarum novum, oderneu vermehrter Schauplatz der mechanischen Künste.Nürnberg 1703- Fol.

Entwurf zu einer Gewichtsmühle, von Or. C. L. Rein-hold; in I. A. H il dts Magazin der Handels-und 'Eewerbkunde. Iahrg. 1803. Januar. Weimar 1803.

8. S. 24 f.

Gewichttrager. Diesen Namen führt beiverschiedenen Maschinen ein hölzerner Hebel, welcherdie Bestimmung hat, ein Gegengewicht zu tragen. Erkömmt z. B.bei Stangenkünsten, Blasbälgen,Pumpenwerken, Dampfniaschinen Schwen-gelbrunnen u. s. w. vor. Bisweilen enthält er aucheinen Kasten, den sogenannten Gcwichtkasten, wel-cher mit so viel Steinen oder Ballast beschwert wird,bis das gehörige Gleichgewicht Statt findet.

Gewichtuhr, eine Uhr, welche durch ein Blei-gewicht in Bewegung gesetzt wird, wie die Wanduhrund Thurmuhr; s. Pendeluhr.

Gewinde, Gewerbe, Charnier. Mit die-sen Namen bezeichnet man diejenige Einrichtung bei ver-schiedenen Maschinen, vermöge welcher ein gewisser Theilin die Höhe geschlagen oder geöffnet, aber nicht von demandern getrennt werden kann, wie z. B. der Deckel einerDose, kines Uhrgehäuses, wie eine Thür u. s. w. Eswerden nämlich die Theile an einer Seite, wo sie inRöhren oder Scheiben sich enden, in einander gepaßt,und durch Stifte oder runde Nägel so mit einander ver-bunden , daß sie um dieselben beweglich sind.

Gewinde, Schraubengang, s. Schrau-bengang.

H. Theil. Qq