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Hier gings anfangs etwas kunterbunt zu, und unsereAnspruchslosigkeit drohte in Conflickt zu gerathen mit demguten Willen der Wirthsleute. Man glaubte uns nämlichmit einem förmlichen Gastmahle bewirthen zu müssen undsoviel wie möglich comfortable Nachtlager zu bieten, undwar nun allerdings nicht wenig erstaunt zu sehen, dasswir einfach clubistisch eine Haltstation machen, und zuerfahren, dass wir heute noch bis in die Partnuneralp vor.rücken und dort Nachtlager beziehen, wie eben die Alp-hütten bieten. Schliesslich wurde das Gleichgewicht wiederhergestellt, Jeder wählte nach seinem Geschmacke aus derreichen Bewirthung und bedachte auch die Bergtasche.Mittlerweile sank die Sonne immer tiefer und die Tages-helle begann zu bleichen. Das Praesidium verkündete denAbmarsch.
Von hier an gingen die Gesellschaftsbande ein wenigin Fetzen. Ein Theil blieb zurück, um in vollendesterGemüthlichkeit zu restauriren; die andern jedoch drängtenhinaus und eilten St. Antonien (Platz) zu. Eine schwacheDämmerung lag schon über dem schönen Hochthale. Goldenleuchtete der Thurm von St. Antonien im Lichte der schei-denden Sonne, und der das Thal abschliessende Gebirgszug,die Kalkfelsen der Mittelfluh und Weissfluh, glühten inunbeschreiblicher Pracht. In üppigen Wiesen schlängelt sichder Weg sanft ansteigend bis zum Kirchdorfe hinauf, daswir erreichten, als die beginnende Nacht die Herrschaft überden Tag gewann. Vor den verwetterten Häusern begrüsstenuns einzelne Gruppen der Einwohner, die schon von unsererAnkunft wussten, und nicht wenig neugierig sein mochten,eine „Gesellschaft aus der Stadt“ in ihrem abgelegenen undvon Fremden so wenig besuchten Bergdorfe zu sehen. Dieliebe Jugend und alte, ehrwürdige Mütterlein hatten ganzbesonders viel zu schauen, und die Musterung mag eine
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