Band 
Zweiter Theil. E-J.
Seite
707
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Häckerlingsmühlen 707

1 Zoll von der Schneide des Messers entfernt ist. DerHandgriff I zum Drehen ist an der äußern Seite desRades F fest gemacht.

Wenn nun das große Rad F vermöge des Hand-griffs I in Bewegung gefetzt wird, so geht auch dasMesser H mit dem Rade zugleich herum, und schneidetbei jeder Revolution, wenn es vor das Ende des Ka-stens kömmt, das zwischen den Walzen hervorgerückteStroh. Indem nämlich das Rad F und folglich auchdas Messer H einmal sich umdreht, so dreht sich begreif,lich auch die Welle E mit der Schraube ohne Ende um.Diese schiebt denn bei jeder Umdrehung das Rad D,mithin auch das Rad C um einen Zahn weiter. Umebenso viel rücken begreiflich auch die an der Achse der Rä-der 6 und D befindlichen Walzen herum, welche dadurchgezwungen werden, das zwischen ihnen liegende Strohetwas hervorzuschieben. So lange nun das Rad F inBewegung ist und so lange Stroh in dem Kasten fliegt,so lange wird auch Häckerling geschnitten. Der Arbei-ter braucht also hierbei weiter nichts zu thun, als dieKurbel I zu drehen, und neues Stroh in den Kasten zulegen, wenn das erste zerschnitten ist. Uebrigcns stehendie Walzen 2i Zoll von einander, und das Stroh mußzwischen ihnen so stark gepreßt werden, daß das Messeres mit der größten Leichtigkeit schneiden kann.

Bei einer neuen Häckerlingsmaschinc, wie man siefeit ein Paar Jahren im Würtembergischen findeti dientzum Vorwärtsschicben des Strohes eine Welle, die mitkrummen Haken (wie Wolfszahne) versehen ist. Diesepacken das Stroh recht gut und bewegen es nach demMesser hin.

Da wir nun die Einrichtung von recht gutenHackerlingsmaschinen kennen, wovon z. B- die eine ihreBewegung durch Wasser, die andere durch einen Men-schen erhält, so wird es uns auch nicht schwer werden,einige Veränderungen daran vorzunehmen, um vielleichteine andere bewegende Kraft dabei anzuwenden, j. B.Pferde, Ochsen u. s. w.