732 Hanbmühlen
An dem vordern Ende der Lauferwelle ist einSchwungrad angebracht, das mit der Kurbel zugleichherumgedreht wird. Ein kleiner Riegel hält den Rumpfin seiner Stelle; der vordere Theil dieses Rumpfes aberruht auf einem kleinen Nagel, der eine hinreichend« Be-wegung des Rumpfes zuläßt, um das Getreide vorwärtszu schütteln. Ein Öuerriegel gibt dem Gestelle derMühle noch mehr Festigkeit. Daß übrigens die La-ger für die eiserne Läuferwrlle gehörig zubereitet seynmüssen, versteht sich. Eine Haube von Tuch, die aneinen breiten hölzernen Reifen befestigt ist, wird überdie Mühlsteine ausgebreitet, während diese arbeiten.Dadurch verhindert man, baß die feinen Mehltheil-chcn fortstäuben.
Um das Mehl von der Kleie abzusondern, gehörtauch ein Sieb oder Sichler zu dieser Handmühle. DieLänge desselben berrägt 3 Fuß 10 Zoll, seine Breite194 Zoll, und scineTicfei8 Zoll. Eine bewegliche Schei-dewand befindet sich in dem Sicbkasten; sie läßt sich aufzwei hölzernen Ribbcn ungefähr um 4 Zoll rückwärts odervorwärts von dem Mittelpunkte des Kastens forrschieben.Die Ribben sind an die Hinter, und Vorderseite des Ka-stens befestigt. In dem Deckel deö Siebes befindetsich ein Schieber, der in einer Fuge vermöge zweier hin-ten am Deckel hervorstehender Griffe bewegt werden kann.Dadurch geht denn eigentlich die Absonderung des Mehlsvon der Kleie vor sich. Durch einen besondern festenTheil wird auch die untere Seite des Kastens in zweigleiche Abtheilungen, eine für das feine, und die anderefür das grobe Mehl abgesondert. Die oben erwähnteScheidewand bewegt sich ungefähr um 4 Zoll nach jederSeite jenes festen Theils, und gibt dadurch dem SiebeRaum, sich gehörig in Thätigkeit zu setzen« Ein mitdem Boden des Sichlers gleichlaufendes und zu der be-weglichen Scheidewand gehöriges Brct verhindert, daßetwas von der gesichteten Materie in eine andere Abthei-lung fällt. Die ganze Siebmaschine ruht auf vier Fü-ßen. Eine Schraube halt die eiserne Gabel, ron der