Band 
Sechster Theil, oder Supplementband zu den fünf ersten Theilen. A-Z.
Seite
364
JPEG-Download
 

$04 Leder« Haut« und Fell.Spaltmaschine

wird der obere Cylinder mittelst der Schrauben bb aufdas leder gedrückt. Werden dann die Cylinder in Be-wegung gesetzt, so wird die Haut genöthigt, auf dasMesser loezugehen. Dieses spaltet nun dte Haut nachder Dicke, welche man ihr geben will. Ein Theil dergespalteten Haut wird bey m unter dem Messer hinweg,der andere aber durch I in die Höhe gehen. Auf demCylinder g, um welchen die Haut gewickelt ist, wirktein Friktionshcbel. Dieser erhalt den Theil der Hautzwischen den beyden Cylindern vollkommen gespannt.

Die Verbesserung, welche diese Spaltungömethodedarbietet, besteht hauptsächlich in dem Gebrauch eines un-beweglichen Messers, das an dem Widerstandspunktezwischen den beyden Cylindern angebracht ist. Die Cy«linder gestatten der Haut kein Bregen, sondern drangen sievielmehr so gegen das Messer, daß der obere Theil voll«kommen von dem untern getrennt wird. Man spaltet siealso beliebig dick von einander, mit glatten Oberstächen,worauf kein Messerschnitt zu bemerken »st. UebngenSist die Größe dieser Maschine nach dem Verhältniß derHäute, die man behandeln will, verschieden. Ein geschick-ter Arbeiter wird sie in jeder paffenden Große herstellen.

Lvhmühle. Die Lohmühle des EngländersWeldon, welche auch zum Zermalmen von Farbehöl-zern und andern harten Hölzern und Rinden dient, hatmit der Kaffeemühle viele Ähnlichkeit. Ein vertikalerWellbaum, welcher mit seinen Zapfen oben und unten inmetallnen Pfannen läuft, wird wie eine gewöhnliche Roß-mühle an einem Hebel von Pferden umgedreht. SollWasser die bewegende Kraft hergeben, so bringt manstatt des Hebels ein Kammrad an, dessen herunterwärt-gehende Zähne einen horizontalen Trjlling in Bewegungsetzen, welcher an seiner Welle das Wasserrad enthält;oder noch besser, man giebt der horizontalen Welle öe-Wasserrades ein Kammrad, dessen Zähne ein vertikales