Oelmühlen 397
sind. Diesi Welle ist übrigens eben so wie jene aufdie Mitte des Bodcnsteins gestellt.
Hr. v. Cancri» hat unter dem Namen Roll-Quetschmühle folgende Oelmühle angegeben. Inden lothrechten Wellbaum, welchen man im horizonta-len Durchschnitt bey D sieht, ist ein horizontaler Armab eingesteckt; ferner enthält jicz einen in eine hori-zontale Welle eingesetzten stehenden Lenker, wovonz ein horizontaler Durchschnitt ist. Dieser Lenkerwird von der einen Seite durch eine Schiebcstangez e mit dem Arme a b, und von der andern durch dieKurbclstange zn mit der an der Welle des Wasser-rades HF befindlichen Kurbel verbunden. Am Endede« Arms ab wird ein Läuferstein vw ringeschoben,welcher in dem horizontalen, aber gekrümmten KanaleAB hin und her läuft, während der Arm ab beymUmlaufe der Kurbel hin und her geschoben wird. Hr.v. Cancrin gibt dem Kurbclknie eine Höhe von 2 èFuß, daß also der bey e lothrecht durchgesteckte Bol-zen einen Weg von ; Fuß durchlaufen muß. Damitnun nach seiner Forderung der Läufer einen Weg von10 Fuß bey jedem Hin- und jedem Hergänge durch-laufe, so muß sich ce zu ex wie I : 2 verhalten.— Indessen sieht man so viel bald ein, daß diesiMühle nicht so gut ist, als die oben beschriebene.
Noch eine andere sogenannte Walzquetsch-mühle hat Hr. v. Cancrin vorgeschlagen. Zweysteinerne Walzen, die auf ihrer äußern cylindrischcnFläche der Länge nach gestreift oder gefurcht sind, wer-den durch gehörige Verbindung mit einem Wasserrabenach entgegengesetzten Richtungen in Umlauf gebracht.Ihr Durchmesser kann 2, ihre Länge ; Fuß betragen.Ihre Durchmesser liegen in einer horizontalen Ebeneeinander parallel, und ihre äußern Flächen liegen ein-ander so nahe, daß die Saamenkörner, welche indie zwischen den beyden Walzen gebildete Vcrtie-