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Blatt Wolmünster.
zwischen den Höhenpunkten 368,7 und 284 der Karte sich herabziehenden Klammöstlich von Nussweiler unweit Wolmünster, im Steinbruch bei Weisskirchen südlichWolmünster sowie im Wasserriss und am Weg (nach Dollenbach) oberhalb des Bruches,oberhalb der Steinbrüche südlich Weisskirchen am Wege nach Nassenwald (auf BlattBitsch ), ferner am Landweg von Wolmünster nach Ormersweiler (Bl. Büesbrücken)zwischen dem Kreuz und Höhenpunkt 271,8 sowie in der von letzterem aufwärtsziehenden (dem Piffer-Berg gegenüber liegenden) Klamm, endlich im Wegeinschnitt beider Schweyen-Mühle (westlich Schweyen) oberhalb des «Alten Steinbruchs» der Karteund an der Nordwestseite des Feldweges von Wolmünster nach Eppingen , auf dessenSüdostseite sich das bereits mitgetheilte Profil 2 bezieht. Fast sämmtliche genanntePunkte sind auf der Karte durch das Zeichen für Fundstellen thierischer Versteine-rungen kenntlich gemacht.
In der Nussweiler Klamm bezw. am Wege neben derselben beobachtet manüber rothbraunem schieferigen Grenzletten zunächst 0,i—0,2 m grauweissen Thonsand-stein ohne Versteinerungen, darüber eine 0,i5—0,25 m mächtige (untere) Trochitenbank(brauner, z. Th. glimmerreicher Sandstein oder sandiger, ockergelber Dolomit mit Tro-chiten, Myophorien, Stacheln von Cidaris grandaeva). Alsdann folgen zusammen 6,8 mgraue und violette Thone (zu oberst auch Mergel) mit reichlich eingelagerten grauen,violetten (braungefleckten) und braunen Sandsteinbänken, wovon die obersten 1 </ s mgelblicher und brauner (dolomitischer) Sandstein mit Myophoria, Gervillia u. s. w.ohne Thoneinschaltungen sind. Mit dieser Sandsteinmasse, welche in ähnlicher Ent-wickelung häufig, vielleicht allgemein, wiederkehrt und hier wie an verschiedenenanderen Punkten eine gute Grenze gegen die höher hinauf folgenden grauen Mergelder mergeligen Abtheilung bildet, schliesst der 7,2 m mächtige Complex sandig-thonigerSchichten (Muschelsandstein) ab. — Bei Weisskirchen im Steinbruch lagern über derobersten Bank des hier nur 1 3 ’/ 5 m mächtig gefundenen Voltziensandsteins, einer 0,6 mmächtigen grauen Sandsteinbank, zunächst 3,o m braune bis dunkelgelbe (dolomitische)Sandsteine mit untergeordneten grauen Thonlagen, einzelnen Trochiten und Bruch-stückchen von Saurierknochen in den untersten, etwas zahlreicheren, aber kleinenund undeutlichen Hohlformen von Trochiten in den mittleren Lagen. Darüber schneidetder Weg eine 0,5 m dicke, in unbestimmt begrenzten dünnen Lagen ganz dicht mitspäthigen Crinoidengliedern erfüllte (obere) Trochitenbank an, welche aus dunkelgelbem,dichtem Dolomit von sandiger Beschaffenheit und durch grünlichgraue Thonhäute er-zeugtem fleckigem Aussehen besteht. Den Schluss der etwa 7,5 m mächtigen Muschel-sandsteinzone bilden, im Wasserriss theilweise entblösst, etwa 4 m graue, gelbe undbraune Sandsteine mit dünnen Thoneinlagerungen, zu oberst theilweise dolomitisch undmit einigen Versteinerungen, darunter auch Trochiten. — In dem Einschnitt südlichvon Weisskirchen sieht man über dem rothbraunen Grenzletten zunächst eine 0,i mstarke Lage von grauem Thon anstehen und darüber mehrere, durch graue Thon-zwischenmittel abgetheilte Bänkchen von braunem, mürbem Sandstein, welche zusammenmit den ersteren eine Mächtigkeit von 0,4 m haben, einzelne Trochiten nebst anderenundeutlichen Versteinerungen enthalten und als das Aequivalent der unteren Trochiten-bank zu betrachten sind. Es folgen weiter beiläufig 0,5 m grauer Mergel und etwa l,o mgelblicher Sandstein mit grossen Glimmerschüppchen, dann endlich in einer Mäch-tigkeit von ungefähr 0,5 m wieder dunkelbrauner Sandstein, zum Theil ebenfalls mitgrossen grauen Glimmerblättchen, mit spärlichen Trochiten und ebenso wenig zahlreichenanderen Versteinerungen [Pecten u. s. w.), welcher offenbar der oberen Trochiten-