164 Excentrische Räder
chen, und. können dieselbe Bewegung noch auf andereMaschinenthcile hin verpflanzen.
Ruthuen ändert übrigens die Form des Radesnach dem Zwecke ab, wozu er es bestimmt. Er machtes bald elliptisch, bald spiralförmig, bald herzförmig.Zuweilen gebraucht er auch, statt eines ganzen Ra,des, nur einen Sector von 5obiS60 Graden; und,obgleich die Bewegung des Getriebes jenem Rabe blosdurch wechselseitige Berührung ihrer Oberflachen mitge«theilt wird, so bedient er sich doch auch, und zwarda, wo die Excentricität groß ist, zur größern Si.cherheit der Zähne.
Ein Sachverständiger wird bald bemerken, daßdie Kraft bei jenen Maschincnthcilcn eigentlich wie beider schiefen Ebene wirkt. Beschreiben wir von der Achsedes excentrischen Rades aus einen Kreis, dessen Pe,riphcrie das Ende des kürzesten Rad-Halbmessers (derkürzesten Speiche) berührt, so -entsteht zwischen derPeripherie dieses Kreises und dem Umfange des excen-trischen Rades eine Art von Halbmond. Diesen kannman ale einen Keil ansehen, der bei der Umdrehungdes Getriebes zwischen die beiden Körper cingcschobenwird, und sie zwingt, von einander zu weichen. We-gen des Nachgebens der Rad. Achse und wegen desmehr Wälzens als Schleifens ist hier freilich die Rei,bung viel geringer, als bei dem gewöhnlichen Keile oderder gewöhnlichen schiefen Fläche.
Zur Pressung läßt sich diese Vorrichtung begreif,lich recht gut anwenden, wenn z. B. zwischen der klein-sten Speiche und einem festen Riegel ein zu pressenderKörper liegt. So wie bei der Drehung des Getrie-bes immer größere und größere Speichen den Körpertreffen, so wird er dadurch natürlich immer mehr zu-sammengepreßt. Die Kraft ist hier einer gradweisenVermehrung und Verminderung fähig; und mit demRande kann man zur Verstärkung des Druckes auchnoch einen Hebel verbinden.